Pfarrerdatenbank
Es gibt 5 Pfarrer in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben Q beginnen.
Quad, Dietrich
geb. etwa 1528 Kinkelbacherhof bei Wickrathberg(vgl. Kuby; Ergänzungen Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505) - † 1590 Wickrathberg; 1528 Subprior Wickrath; 1562/70 luth. Pfarrer Stadecken („Theodor Quadanus“); 1570/77 Pfarrer Rodenbach; 1577 bei Einführung des luth. [!] Bekenntnisses abgesetzt; 1577/90 (†) Pfarrer Wickrathberg(vgl. Hess. Chron. 1928M, 25; vgl. Rosenkranz: Evangelisches Rheinland, a.a.O., Bd. 2, S. 396)(vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4141).°° mit NN.; Vater des Matthias Quad; aus Wickrath; 17.10.1606 im. Heidelberg; 1608/10 ref. Schulmeister in Weinheim/Bergstraße, 1612/13 Koll. Eppingen; † vor 1628(vgl. Neu: Pfarrerbuch Baden, a.a.O., Bd. 2, S. 469; Zimmermann: Rotes Buch, a.a.O., S. 132; vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4141).Quad gehörte zu einem rheinischen Adelsgeschlecht, den Quad zu Wickrath, das sich in den 1560er Jahren der evangelischen Bewegung anschloß. Infolgedessen wurde Dietrich Quad der bis dahin Subprior in einem heimatlichen Kloster gewesen scheint, 1562 lutherischer Pfarrer im pfalz-zweibrückischen Stadecken/Rheinhessen. 1570 übernahm er die reformierte (!) Pfarrstelle im kurpfälzischen Rodenbach bei Grünstadt, die er 1577 räumen mußte, als dort von Kurpfalz das lutherische Bekenntnis eingeführt wurden. Er kehrte zurück in seinen Heimat Wickrathberg, wo er bis zu seinem Tod 1590 ref. Prediger war(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505).
Quantz, Joachim
† vor 2.9.1560 Freckenfeld; 1544/60 luth. Pfarrer Freckenfeld; über ihn heißt es 1556: „hat ein Eheweib, predigt das Evangelium nun über 12 Jahre“)(vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4142). Quantz war wenigstens seit 1544 Pfarrer in Freckenfeld, wo die evangelische Lehre sich allmählich durchsetzte(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505).
Quien, Ludwig Philipp
aus der Markgrafschaft Baden Durlach - † 3.2.1807 Hornbach(vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4143;(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505). 1774 Vikar in Dehlingen b. Diemeringen (Inspektion Lützelstein), was seltsam anmutet, da Quien reformierter Konfession, Dehlingen aber eine lutherische Gemeinde war(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505). 1777/86 ref. Pfarrer Lettweiler; 1786/98 (1793/95 im Exil) Hornbach II; 1798/1803/ 1807 Hornbach I(vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4143).Quin, s. GwinQuinet s. Kinet
Quirinus, Johannes
3.6.1603/12 ref. Pfarrer Pfaffenschwabenheim; 31.1.1612/20 Engelstadt; 25.11.1620/24 Einselthum, 1624/ noch 1628 (bei Einführung d. kath. Bekenntnisses abgesetzt, mit 3 Kindern) Pfarrer in Großkarlbach; taufte am 22.1.1630 als Pfarrer von Großbockenheim, versah auch die hochdeutsch-reformierte Gemeinde Frankenthal(vgl. Zimmermann: Rotes Buch, a.a.O., 73. 158. 202; vgl. Hollweg, Walther: Ein Verzeichnis der notleidenden reform. Prediger- und Lehrerfamilien aus dem Jahr 1628; in: MfrhKG 1. Jg. Heft 9)(vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356-357 Nr. 4145).Kuby schreibt zu ihm: „er könnte ein Sohn des Vorgenannten [Anm.: Ludwig Quirinus] gewesen sein. Am 3.6.1603 wurde er ref. Pfarrer in Pfaffenschwabenheim (Vorgänger in der Literatur sind nicht bekannt), ab 1612 in Engelstadt, vom 25.11.1620 bis 1624 in Einselthum, danach bis 1629 in Großkarlbach und ab 1629/30 in Großbockenheim. Da seine verwaisten Kinder 1636 in Hofheim(ostwärts von Worms) lebten, ist es möglich, daß Qu. zur schwedischen Zeit noch dort Pfarrer war. Seine Ehefrau (1627) hieß Anna; am 28.1.1627 wurde ihnen in Frankenthal eine Tochter getauft “(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505).Litera R
Quirinus, Ludwig
„in Franzose“; 1570 ref. Prediger Edigheim; 1584/94 Neckarelz(vgl. Neu: Pfarrerbuch Baden, a.a.O., Bd. 2, S. 469; vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 356 Nr. 4144).Kuby schreibt zu ihm: „1570 ref. Pfarrer in Edigheim – nur war Edigheim keine eigene Pfarrei ! Sollte vielleicht Edenkoben gemeint gewesen sein oder Edingen, wo für diese eit kein Pfarrer bekannt ist ? 1584 bis 1594 ist L. Quirin dann in Neckarelz bezeugt, wo ihm und seiner Ehefrau Catharina zwei Söhne geboren wurden: Samuel ca. 6.11.1584 und Daniel ca. 23.10.1586“(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505). Weiter heißt es dort: „Mein Kollege Max-Adolf Cramer, Mannheim teilt mir dazu weiter mit: Im Beetbuch Hilsbach ist 1578 und 1598 wein Ludwig Quirin genannt. Er soll 1622 bei der Erstürmung von Hilsbach niedergehauen worden sein. Er könnte mit dem Pfarrer identisch sein; 1578 war dieser als Reformierter bestimmt dienstlich entlassen und 1598 war er nicht mehr in Neckarelz. Vielleicht stammt die Ehefrau aus Hilsbach, daß er sich beide Male dorthin zurückzog. In Hilsbach ist ein Sohn Valentin genannt, von Beruf Schmied, † am 2.4.1666 im Alter von 90 Jahren“(vgl. Kuby: Ergänzung Pfarrerbuch Buchstabe Q; in: PRFK 1989, S. 505).
