PRFK e.V.

Verzeichnis der pfälzischen Müller und ihrer Familien

Müllerdatenbank

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z
Es gibt 62 Müller in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben Z beginnen.
Zahn, Georg
ab 1736 Müllermeister auf der Oberen Mühle in Hockenheim. Er kaufte die Mühle von Johannes Junker aus Hanhofen bei Speyer (GLA Karlsruhe, Prozeßakte von 1743, Spezialakten Hockenheim, Convolut 17 Mühlen). Die Kurpfälzische Hofkammer belangte Johannes Jun­ker aus Hanhofen beim Speyer und Nikolaus Zahn wegen Verweigerung der Mühlen-Erbpacht für die Obere Mühle in Hockenheim. Es kommt zum Prozeß. Darin können beide nachweisen, daß Georg Weißbrodt diese Mühle 1736Junker als Eigentum verkauft hat, dieser wiederum die Mühle an Zahn. Demnach müßten die geforderten Abgaben entfallen. Weisbrodt, der als Zeuge vorgeladen wird, gibt nun an, daß diese Mühle seit 1661 ununterbrochen von der Familie Weissbrodt betrieben wurde. In den 1690er Jahren kam sie durch Ver­kauf von der Kurpf. Hofkammer an den Wieslocher Schultheißen Johannes Weisbrodt, und zwar nun als Ei­gentum, unter der Bedingung des Wiederaufbaus, nachdem die Mühle durch Kriegseinwirkung zerstört war. Der Wiederaufbau er­folgte nun auch. Die Behauptungen wurden durch Aussagen alter Hockenheimer Bürger und verschiedener alter Belege glaubhaft ge­macht. Dennoch mußten Junker und Zahn rückwirkend Erbpacht zahlen, denn das Urteil lautete, ein ehemaliger Erbbestand könne nie, auch nicht gutgläubig, Eigentum wer­den. Da beide in gutem Glauben gehandelt hätten, unterbleibe die beabsichtigte Bestrafung. Der frühere Besitzer Weissbrodt hatte die Mühle „leidig bekommen“, da sie nur notdürftig wiederaufgebaut war und „vieler“ Repara­turen bedurfte. Sie war 1736 für 2100 Gulden von Weisbrodt verkauft wurden [zitiert nach Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53-54].°° mit NN. Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Oberen Mühle Hockenheim, Nikolaus *Zahn [Vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53].

Zahn, Nikolaus
14.12.1717 Hockenheim - † 12.1.1761 Hockenheim; Müller auf der Oberen Mühle in Hockenheim; Sohn des Müllers auf der Oberen Mühle in Hockenheim, Georg *Zahn. °° mit Eva Elisabeth Stumpf (22.2.1726 Hockenheim - † 23.5.1792 Hockenheim). Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Oberen Mühle in Hockenheim, Peter *Zahn [Vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53].

Zahn, Peter
2.8.1744 Hockenheim - † 16.3.1802 Hockenheim; Müller auf der Oberen Mühle Hockenheim; Sohn des Obermüllers Nikolaus *Zahn und der Eva Elisabeth Stumpf. °° am 20.11.1770 in Hockenheim mit der Müllerstochter Maria Magdalena Schranck (6.3.1751 Hockenheim - † 22.6.1804 Hockenheim; Tochter des Müllers in Hockenheim, Johann Peter Schranck und der Susanne Elisabeth Köhler). Aus der Ehe stammt die Tochter Maria Eva Zahn (2.3.1777 Hockenheim - † 31.3.1861 Albersweiler, °° am 23.8.1798­/20.8.1798 mit dem Müllermei­ster auf der Knittelsheimer Mühle, Johann Jakob *Disqué) [Vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53].Zapp, Andreas:1796 Holbornerhof – 9.4.1869 Reipoltskirchen; Müller in Reipoltskirchen; ° 29.8.1819 Reipoltskirchen mit Anna Elisabetha Haaß (1.12.1801 Nußbach - 10.6.1863 Reipoltskirchen, Tochter von Johann Peter Haaß und Anna Maria Braun); aus der Ehe stammen 8 Kin­der, darunter der Müller Johann Andreas Zapp

Zapp, Carl
um 1861; Müller in Otterberg; °° mit NN. Limbacher aus Adenbach, der Tochter des Müllers Johannes Limbacher und der Carolina Jaco­bina Braun aus Theisbergstegen [Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211].Am 2.4.1858 „zu Ginsweiler in der Mühle, läßt Carl Zapp, Müller allda, wegen Wohnsitzveränderung …. öffentlich versteigern: ein ein­stöckiges Wohnhaus mit 5 Zimmern [Vgl. Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 23 vom 20.3.1867].

Zapp, Elisabeth Margaretha
vor 1685, °° I mit dem Müller auf der Schloßmühle Schallodenbach, Hyroniemus *Christmann († vor 1685); ihre Tochter Maria Eli­sabeth Christmann (geb. 30.9.1666 Schallodenbach) heiratet am 23.10.1685 den Schäfer in Schallodenbach, Hans Jacob Fuchs. Bei der Hoch­zeit wird sie bezeichnet als “Tochter des verlebten Hyroniemus Christmann, gewesenen Schloßmüllers zu Schallodenbach“ [Vgl. Schneider: Hirten im Gebiet der ehemals Sickingen'schen Herrschaft Schallodenbach und Umgebung; in: PRFK 1982, S. 102].°° II mit Johannes *Heerbrandt, von Mar...bach, Franken, Hochstift Würzburg [Vgl. Herzog: Familienbuch von Heimkirchen, a.a.O., S. 10 Nr. 100] - † vor 1688 (err.); °° am 25.7.1680 in Heimkirchen, die Witwe Elisabeth Margaretha Zapp, Witwe des Müllers auf der Schloßmühle Schallodenbach, Hieronymus *Christmann [Vgl. Herzog: Familienbuch von Heimkirchen, a.a.O., S. 10 Nr. 100].Am 21.2.1688 ist im deutsch-reformierten Kirchenbuch Otterberg als Patin bei der Taufe des Hans Daniel Hans aufgeführt „Elisabe­tha Margretha (Anm.: *Zapp), anitzo Müllerin zu Schallodenbach [Vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Ge­meinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 68 Nr. 596].

Zapp, Heinrich
† 1737 Bügenmühle Niederkirchen; vom Holbornerhof; er kaufte nach 1725 die Bügenmühle in Niederkirchen bei Otterberg von Müller Johann Adam *Rauschmeyer [Vgl. Knecht: Bellenmühle, a.a.O., S. 93].Nach dem Tod des Heinrich Zapp verkauften dessen Erben die Mühle und zugehörige Landwirtschaft an den damaligen Schultheißen von Niederkirchen, Nikolaus Braun, für 400Gulden; Braun erhielt 1739 einen eigenen Erbbestandsbrief [Vgl. Knecht: Bellenmühle, a.a.O., S. 93].Auf dem Alsenborner Gerichtstag vom 28.6.1738 zeigt Peter Jacobi zu Enkenbach an, daß er von seinem Schwiegervatter Henrich Zapp von Hohlborn einen halben Erbbestandshof zur Schaffnerey gehörig erblich an sich erbracht habe, wovon Herr Schultheiß Hof­mann das andere Halbteil in erblichem Besitz habe. Weiter hat ermelter Zapp seinem vorgemelten Tochtermann ein Hauß und Scheu­er in Enken­bach nebst letztged. Erbbestands hof übertragen umb 280 fl [Vgl. Alsenborner Gerichtsbuch I und II 1654-1757, abschriftlich Archiv PRFK Ludwigshafen, S. 22].

Zapp, Johann Jacob
26.9.1768 Wörsbach - † vor 1819; Müller in Reipoltskirchen; Sohn von Johann Adam Zapp (geb. Holbornerhof) und Maria Christina Maue [Vgl. Decker u.a:.kath. KB Reipoltskirchen, a.a.O., Nr. 3998]; °° 10.1.1792 Heimkirchen [Vgl. Decker u.a:.kath. KB Reipoltskirchen, a.a.O., Nr. 3998] mit Elisabetha Margaretha Pfleger. Aus der Ehe stammt die Magdalena *Zapp, die den Müller Nikolaus *Schlemmer heiratete [Vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31; vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar].Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ wird am 8.5.1819 die Versteigerung der Holborner Mühle im Wege der Erbauseinanderset­zung für den 28.5.1819 annociert. Dort heißt es: „ …. auf Anstehen von Elisabetha Margaretha Pfleger, Wittib des verlebten Jacob Zapp, Mül­ler, sie ohne Gewerbe und in Reipoltskirchen … wohnhaft; von Christian Gauch, Ackersmann von Einöllen … Vormund über Johann, Ja­cob, und Georg Lepla, Kinder erster Ehe der verstorbenen Anna Gertrauda Pfleger, und des Peter Lepla, bey Lebzei­ten Müller in Ober­weiler, …. von Heinrich Lepla, …. Vormund von Gertrauda Lepla, Kind zweiter Ehe der gedachten Anna Gertrau­da Pfleger, erzeugt mit dem verstorbene Georg Lepla, bey Lebzeiten Müller in Oberweiler; von Adam Müller, Müller von Oberwei­ler, natürlicher Vormund von Carl Müller, sein einziges in der dritten Ehe mit genannter Anna Gertrauda Pfleger, erzeugte Kind“ wer­den versteigert „einem Wohnhau­se und Mahlmühle mit einem Schäl- und Mahlgang zwischen dem Hohlbornerhof und der Ge­meinde Heimkirchen gelegen …. [Intelligenz-Blatt des Rheinkreises Nr. 35 vom 11.5.1819, S. 178/79].

Zapp, Magdalena
9.7.1805 Reipoltskircher Mühle – 1875; Tochter des Müllers Jacob *Zapp und der Elisabetha Margaretha Pfleger; °° mit dem Müller Ni­kolaus *Schlemmer, der 1820 im Wege der Versteigerung die Wolfsmühle in Gaugrehweiler erwarb; sie betrieb mit ihrem Mann die Wolfsmühle bis 1863; dann ging die Mühle auf den Sohn Jakob Schlemmer über [Vgl. Jacob: Die Wolfsmühle; in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8; vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31]; Mutter des Müllers Jakob *Schlem­mer [Vgl. Jacob: Die Wolfsmühle; in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8] und der Helene *Schlemmer [Vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31].

Zapp, Peter
1761 wird Peter Zapp „dermalen Lehnsmüller zu Hettenhausen“ im ref. KB Wallhalben benannt. App war luth., °° mit Maria Cathari­na NN. (ref.); die Tochter aus der Ehe Elisabetha Margaretha wird am 2.8.1761 in Hettenhausen getauft [Vgl. Bohrer: Register zum reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 32. ].

Zech, Anna Maria
7.9.1790 Schauernheim – 1.11.1827 Schauernheim; katholisch; Tochter des Müllers in Schauernheim Johann Theodor Zech und der Anna Katharina *Fusser; °° I am 28.10.1806 in Dannstadt mit dem Müller Johann Jakob *Drissler (2.12.1782 Dannstadt – 12.12.1813 Schauernheim; katholisch); aus der Ehe stammen u.a. die Kinder Jakob Drissler (geb. 25.9.1809; °° 14.2.1833 mit Salo­me Schad aus Mutterstadt), Johannes Drissler (geb. 16.3.1812) und Georg Drissler (geb. 13.6.1813; °° 23.1.1827 mit Elisabeth Dresch aus Weisen­heim) [Vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568 iVm S. 684 Nr. 2952 und S. 686 Nr. 2960]. °° II 9.11.1814 in Schauernheim mit dem aus Studernheim stammenden Johann Wilhelm *Zech, der die Mühle in Schauern­heim weiterbetrieb [Vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 686 Nr. 2960].

Zech, Johann Theodor
5.4.1758 Schauernheim – 10.8.1794 Schauernheim; Müller in Schauernheim; katholisch; Sohn des Ackersmanns in Schauernheim, Peter Zech und Maria Magdalena Dell; °° am 17.9.1787 in Schauernheim mit Anna Katharina *Fusser (12.8.1767 Dannstadt – 26.3.1806 Schauernheim; °° II am 22.11.1794 in Schauernheim mit dem aus Trautstadt/Franken stammenden Müller Caspar Schmidt); Vater der Anna Maria *Zech (7.9.1790 Schauernheim – 1.11.1827 Schauernheim) [Vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 684 Nr. 2952]. Die Mühle in Schauernheim ist wohl nach dem Tod des Mül­lers Zech von dessen Witwe Anna Katharina Fusser weiter betrieben worden. Diese hatte nach seinen die vierjährige Tochter Anna Maria Zech zu versorgen; Anna Katharina Fusser heiratete bereits 3 Monate nach dem Tod ihres Mannes am 22.11.1794 den Müller Caspar Schmidt [Vgl. See­linger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 583 Nr. 2462] und betrieb die Mühle weiter. Nach ihrem Tod am 26.3.1806 fiel die Mühle in Schauernheim voraussichtlich an die Tochter Anna Maria Zech, die als 16jährige am 28.10.1806 in Dann­stadt den Müller Johann Jakob *Drissler (2.12.1782 Dannstadt – 12.12.1813 Schauernheim; katholisch) heiratete [Vgl. Seelinger: Fa­milien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568 iVm S. 684 Nr. 2952 und S. 686 Nr. 2960].

Zehe, Peter
† 17.10.1678 Gauersheim [Auskunft von Günther F. Anthes an Alfred Hans Kuby, in: Archiv PRFK Ludwigshafen Unterlagen Anthes. ] bzw. am 11.1.1678 [Vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim; vgl. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012]; Müller auf der Oberen Mühle in Gauers­heim und Gerichtsverwandter; °° I mit Ot­tilia NN († 30.9.1674 Gauersheim [Vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim; vgl. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012]; Vater der Anna Wendelina Zehe († 27.11.1699 Gauersheim; °° am 4.5.1675 Gauersheim mit Jo­hann Jacob *Becker) [Vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim; vgl. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012]. °° II 1676 mit Cecilia Felicitas NN, Witwe des Hans Jörg Born (1646-1675). Die städtisch anmutenden Vorna­men der 2. Ehefrau gehen zurück auf die Mutter der Brüder Hans Philipp Dietsch und Hans Joachim Dietsch, Cecilia Felicitas geb. Kom­pach (1617-1691), die entweder als Mutter oder Patin der zweiten Frau Zehe anzusehen ist. Deren Vater war der aus Hohenpüttlingen in Lothringen stammende Hof­schneider zu Meisenheim, Hector Kompach, verh seit 1614 mit Anna Margaretha Wick (beerd. Am 21.7.1675 in Gauersheim im Alter von über 80 Jahren; Tochter des Gerichtsschreibers zu Barbelroth, Jörg Wick) [Auskunft von Günther F. Anthes an Alfred Hans Kuby, in: Archiv PRFK Ludwigshafen Unterlagen Anthes. ].Die Tochter des Peter Zehe und der Ottilia NN., Anna Wendelina Zehe heiratete am 4.5.1675 in Gauersheim den aus Bolanden stammend­en Müller Johann Jacob *Becker [Vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim; vgl. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012]; dieser übernahm 1678 nach dem Tod des Peter Zehe die Obere Mühle in Gauersheim.

Zeiß, Friedrich
um 1732 Müller in Albersweiler. Er war der erste Pächter auf der Geisskopfermühle bei Elmstein. Zeiss beantragte auch die Erlaub­nis, dort eine Sägemühle bauen zu dürfen. Sein Vertrag wurde 1732 geschlossen, ging dann aber an den Oberschultheißen Wendel Metzger aus Albersweiler über. Dieser hatte die Mühle auf der Geißwiese zumindest um 1752 in Unterpacht an Christoph Schäfer aus Rinnthal vergeben. Schäfer übernahm die Pacht, als Wendel Metzger 1760 starb [Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 10].

Zeiß, Heinrich
die Mühle „in Sulz“ wurde 1755 von dem aus Klingenmünster stammenden [err] Sägemüller Heinrich Zeis als Mahlmühle errichtet [Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1271/9: „Klingenmünster: Erbauung einer Mahlmühle in Sulz durch Heinrich]. Ab 1755 Müller auf der von ihm neu erbauten Mühle in Silz; die Mühle gehörte zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germers­heim; sie wurde 1755 von Heinrich Zeiß neu erbaut und gehörte 1768 dem Müller Johannes Meyer; die Mühle ist 1768 im Mühlenver­zeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufge­führt, als [Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768,Bl. 11r; vgl Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257]): “von der von Heinrich Zeiß ao 1755 zu Sultz neu erbauten und dermahlen von Johannes Meyer eigenthümblich inha­bender Mühl [Anm.: die Kelle­rey Landeck zu zahlen] 4 Malter Korn.”

Zeitler, Georg
um 1841 Müller in Münchweiler am Klingbach.Im „Eilboten Landau“ vom 13.11.1841 wird die Versteigerung der Mühle in Münchweiler für den 2.12.1841 annonciert [Eilbote Landau vom 13.11.1841, Nr. 46, S. 183]: „ … lassen die Georg Zeitler'schen Eheleute von Münchweiler ihre in Münchweiler gelegene Mühle nebst Zugehör, bestehend aus der Mühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang und einer Schwingmühle, einem zweistöckigen Wohnhaus mit zwei Zimmern und Küche im un­teren Stock und drei Zimmern im oberen Stock, ferner vier Schweinställen, einem doppelten Stall für Rindvieh und Pferde, einem Schopp, ei­ner großen Scheune, Keller, Hof, zwei Gärten und zwei Morgen Ackerland und Wiese ...“.

Zeller, Johann Mathias
geb. 1776 Adersbach (bei Sinsheim) – 13.12.1851 Minfeld; Müller; 1811-1851) Schreiner in Minfeld; Sohn des Schreiners Franz Mathias Zeller († 9.4.1797 Adersbach) und der Juliana Barbara Dörzbach; °° am 23.6.1807 in Minfeld mit Eva Maria Roth (geb. 2.3.1772 Minfeld - † 13.4.1834 ebd.); aus der Ehe stammen vier Kinder [Vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 689 Nr. 3331].

Zepf, Johann Jacob
Am 31.3.1710 wird dem herrschaftlichen Schloßmüller zu Winnweiler, Müllermeister Tobias Jung, die Schloßmühle in einem neuem Tem­poralbestand für weitere 10 Jahre verliehen. Tobias Jung hatte die Schloßmühle von dem vorherigen Müller Johann Jacob Zepf (Zepffen) übernommen und war in dessen Temporalbestandsvertrag eingetreten, der zum 1.4.1710 auslief [Vgl. LA Speyer Best. C13 [Urkunden Grafschaft Falkenstein] Nr. 130].

Ziegler, Friedrich Casimir
um 1690 [Vgl. Herzog: Kaiserslauterer in auswärtigen Kirchenbüchern; in: PRFK 1981, S. 541] bzw. um 1703 [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04236.0.00] - † 25.11.1766 Kaiserslautern im Alter von ca. 60 Jahren; luth.; Müller auf der Schloßmühle Kaiserslau­tern; Sohn des Schloßmüllers in Kaiserslautern, Johann Friedrich *Ziegler und der Maria Elisabetha Pfaff [Vgl. Herzog: Kaiserslauterer in auswärtigen Kirchenbüchern; in: PRFK 1981, S. 541].°° I mit Maria Elisabetha NN. (luth; geb. um 1695 [err] - † 12.4.1735 Kaiserslautern, alt 40 Jahre) [Vgl. Herzog: Kaiserslauterer in auswärtigen Kirchenbüchern; in: PRFK 1981, S. 541; vgl. luth. KB Kaiserslautern, Sterbeeintrag vom 12.4.1735].°° II am 23.8.1735 in Otterberg mit Catharina NN., Witwe des Nickel Madinger, „Geißenmüller“ in Otterberg [Vgl. Herzog: Kaiserslauterer in auswärtigen Kirchenbüchern; in: PRFK 1981, S. 541].°° III am 10.7.1736 in Kaiserslautern mit Anna Catharina Elisabetha Stauch (Tochter des Bürger und Metzgers in Zweibrücken Jacob Stauch († vor 1736) [Vgl. Herzog: Kaiserslauterer in auswärtigen Kirchenbüchern; in: PRFK 1981, S. 541].Als Müllergeselle wird er von seinem Vater am 2.2.1721 als Lehrjunge losgesprochen [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04235.1.01]; seit ca. 1737 Müller auf der Schloßmühle und Betriebsnachfolger auf der Schloßmühle Kaiserslautern[Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 165 Nr. 4940; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 144 I; vgl. Weber: Schloßmühle inKaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37].Ziegler meldete einen Schadensfall für die Mühle, wie aus einem Attest des Stadtschultheißen Bormann vom 16.2.1737 hervorgeht [Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1240 1a fol. 219; vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37]. Danach beantragte Ziegler, als der oberamtliche Gefällverweser rückständige Mühlenpacht von 43 Malter zwangsweise betreiben wollte, die Forderung niederzuschlagen. Zur Be­gründung wies er darauf, daß 1734 und 1735 durch französische Truppen im Schloß ein Lazarett eingerichtet hatten und vor der Mühle die Toiletten und sanitäre Anlage angelegt wurden. Dadurch konnte die Mühle nicht betrieben werden und der Müller mußte seinen Lebensunterhalt auf ein er anderen Mühle als Mühlknecht verdienen [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37]. Aber der Krieg allein war nicht schuld an dem wirtschaftlichen Ruin der Familie Ziegler. Sowohl der Vater als auch die beiden Söhne waren, nach Ansicht des Landschreibers Heyler, Nichtsnutze und dem Trunke ergeben [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37].Die Mühle wurde deshalb am 5.2.1739 [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37] bzw. am 1.2.1741 [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04236.0.00] versteigert. Es boten bei der Versteigerung des Erbbestands u.a.: Jo­hann Adam Pfaff, Johann Thomas Dedreux, H. Tauber, Georg Fleck, Peter Pfaff, Christoph Schmitt, Christian Pfeffer und Johann Späth. Den Zu­schlag um 800 Gulden erhielt Johann Georg Mack. Darauf machte Johann Adam Pfaff ein Nachgebot um 25 fl und erklärte sich be­reit, alle Schulden zu bezahlen. Pfaff erhielt daraufhin den Zuschlag und schon am 7.4.1739 wurde ihm der Erbbestandsbrief ausge­stellt [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37].Der Sterbeeintrag des Friedrich Casimir Ziegler im luth. KB lautet: „den 25. [11.1766] früh starb auf dem Wachthauß am Gerst Joh. [!] Friedrich Ziegler, gewesener Schloßmüller dahier, welcher aber durch übele Haußhaltung und unordentliches Leben, da Er dem Trunck zugethan gewesen, in große Armuth gerathen und sich in seinem Alter mit Wacht kümmerl[ich] ernähren mußte“ [luth. KB Kaiserslautern 1 Nr. 208; vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04236.0.00].

Ziegler, Georg
vor 1766 Eigentümer der Dorfmühle Ebertsheim. Nachdem der Dorfmüller Valentin Weygand († vor 1762) verstorben war, heiratete des­sen Witwe NN. den Müller Johann Adam *Bogen [LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 45]: „Vormalig Valentin Weigandi­sche Wittib und nunmehrige Johann Adam Bogische Ehefrau“). In einer weiteren Urkunde vom 17.9.1766 [Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 56r] ist die Reihenfolge der Müller aufgezählt: „... die bisherigen Besitzer der Valen­tin Weigandischen Müle Johann Adam Bogen, Georg Ziegler, und jetzigen Inhaber Frankfurter ...“.

Ziegler, Johann Friedrich
geb in „Weiter Zeß bey Bamberg“ bzw. „bey Nihremberg zu Weiterzeß“ [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04235.0.00]- † +++; luth.; Müller auf der Schloßmühle Kaiserslautern.Am 20.2.1708 ist ein Friedrich Ziegler, geb. in „Weiter Zeß bey Bamberg“ Mühlknecht auf der Kaisermühle des Müllers Abraham Pfaff [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04235.0.00; vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern, Bäckerzunftbuch fol. 6r]. Diesen Friedrich Ziegler, geb. „bey Nihremberg zu Weiterzeß“ nimmt die Bäcker-/Müllerzunft am 3.9.1708 zum beizünftigen Meister auf [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04235.0.00; vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern, Bäckerzunftbuch fol. 127].Bereits 1697 wird ein Friedrich Ziegler als Schloßmüller in Kaiserslautern genannt [Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 165 Nr. 4940]. Welche Beziehung zwischen beiden Friedrich Zieg­ler besteht, oder ob sie gar identisch sind, bleibt unklar [Vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04235.0.00].Am 28.9.1719 wird als Patin im reformierten Kirchenbuch Otterberg erwähnt, die „Maria, Friedrich Zöllers, Schloßmüllers zu Lautern Hausfrau“ [Vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-refor­mierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 111 Nr. 1030]. Der Familienname dieser Patin ist jedoch fehlerhaft überliefert. Es handelt sich um Maria Elisabetha Pfaff, die Ehefrau des Schloßmüllers Friedrich *Ziegler, der bereits 1697 als Schloßmüller in Kai­serslautern genannt wird [Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 165 Nr. 4940].°° mit Maria Elisabetha Pfaff [Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 165 Nr. 4940], der vor­aussichtlichen Tochter des Schloßmüllers Nikolaus *Pfaff und der Appolonia NN. [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37]. Vater des Müllers auf der Schloßmühle und Betriebsnachfolger Fried­rich Casimir *Ziegler [Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 165 Nr. 4940; vgl. Reis: Kaiserslautern im 18. Jh. a.a.O., Teil I, S. 664 Nr. 04236.0.00].Während Nikolaus und Appolonia Pfaff die Schloßmühle noch bis 1710 auf dem Namen haben, erledigte Ziegler die praktischen Ar­beiten als Müller. Später geht der Betrieb [Anm.: wohl Temporalbestand] auf den Sohn Friedrich Casimir *Ziegler über. Er muß seinen Besitz noch verschiedent­lich verteidigen, so in den Versteigerungen von 1717, 1724 und 1730 [Vgl. Weber: Schloßmühle in Kaiserslautern; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1966, S. 37].

Ziegler, Konrad
† vor 1747; Ölschläger in Guntersblum; °° mit Maria NN (°° II am 7.11.1747 Hochspeyer mit dem dortigen Müller Jakob *Bahrt) [Vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56].

Zimmer, Anna Margaretha
geb. Alsenbrück - +++; Tochter des Müllers auf der Mahlmühle Alsenbrück, Bernhard (Bernd) *Zimmer, der um 1728 Müller auf der Mahlmühle in Alsenbrück war; Anna Margarethe Zimmer als Erbin der Mühle heiratete in erster Ehe den Peter Augustin *Jutzi († 1774); nach dessen Tod Eheschließung mit Heinrich *Blochwitz [Vgl. Weber: Die Mahl- und Sägemühle in Al­senbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff].Aus der 1. Ehe stammen folgende Kinder: Maria Elisabeth Jutzi, Johann Jakob Jutzi und Peter Jutzi [Vgl. Weber: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983, S. 40].Aus der 2. Ehe stammen folgende Kinder: Maria Catharina Blochwitz und Maria Barbara Blochwitz [Vgl. Weber: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983, S. 40].

Zimmer, Bernhard (Bernd)
um 1728 Müller auf der Mahlmühle in Alsenbrück; Vater der Anna Margarethe *Zimmer [Vgl. Weber: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff].

Zimmer, Daniel
um 1786 err. - ++++; Müller in Lautzkirchen.Der Müller aus Lautzkirchen, Daniel Zimmer war nach 1830 wegen „revolutionärer“ demokratischer Umtriebe beschuldigt und Gegens­tand einer Untersuchung [Vgl. Süss: Die Pfälzer im „Schwarzen Buch“. Ein personengeschichtlicher Beitrag zur Ge­schichte des Hambacher Festes, a.a.O., S. 176].

Zimmer, Hanß Conrad
um 1658 Müller in Alsenbrück. Er bewarb sich 1658 um einen beschädigten Mühlstein von der zerstörten Eichenbacher Mühle, und woll­te diesen als Schälstein nutzen wollte [Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 719/1 fol. 83].

Zimmer, Johann Daniel
1739 erwähnt „von der Oppensteiner Mühle“; sein Sohn Johann Nickol Zimmer °° am 19.5.1739 in Steinwenden mit Anna Maria Her­cken (Tochter des Johannes Hercken aus Sultzbach) [Vgl. luth. KB Steinwenden, Copulationseintrag vom 19.5.1739].

Zimmermann, Hans Jakob
geb. 1657 in Wülfingen – 18.8.1741 Minderslachen im Alter von 84 Jahren an Altersschwäche [Vgl. Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174]; mE handelt stammt er aus Wulfingen bei Zug/Schweiz; °° 1680 in Kandel mit der Mül­lerstochter Anna Margaretha *Heussler; ab 1680 erscheint Zimmermann auf der Leisten­mühle bei Kandel, wo ab 1685 sein Schwa­ger, der Müller Hanß Friedrich Heussler nicht mehr erwähnt wird; Zimmermann und seine Frau haben die Mühle wohl übernommen und wohl bis 1698 betrieben [Vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174].

Zimmermann, Johann Friedrich
13.4.1796 Appenthal, ~17.4.1796 Elmstein - † 19.3.1872 Appenthal (76 J.); ref.; Taglöhner 1828, 1853, Sägmüller 1832-1834, 1862, Wirt und Ackersmann; Sohn Johannes Zimmermann und Anna Elisabeth Haag aus Appenthal; °° 7.4.1828 in Elmstein mit Maria Elisab­eth Haag (ref., „Anna Elisabeth“, 1871; 31.10.1803 Appenthal - † 3.9.1861 Appenthal, Tochter von Peter Haag und Anna Christi­na Münch aus Appenthal); aus der Ehe gehen 7 Kinder hervor [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 505 Nr. 2352], darunter der Sohn und Bordschnitter Johann Theobald *Zimmermann hervor [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 508 Nr. 2365] und der Bordschnitter Peter *Zimmermann hervor [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 510 Nr. 2375].Von 1832-34 war Johann Friedrich *Zimmermann als Sägmüller auf der Spangenberger Mühle [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elm­stein, a.a.O., S. 505].Miteigentümer der Mahl- und Ölmühle auf der Unteren Helmbach. Das Urkataster Elmstein von 1839 nennt als Besitzer den Gastwirt Peter Roth, den Metzger Theobald Roth „den Jungen“, beide zu Elmstein, den Bordschnitter Friedrich Zimmermann und den Tagelöhner Konrad Roth, beide aus Appenthal. Weiter heißt es: „Grund und Boden hat Friedrich Zimmermann eingetauscht von den Konrad Maier'schen Eheleuten von Harzofen nach Akt vom 14. July 1836, und das Miteigentum den Besitzern überwiesen, ohne Akt. Die Mühle wurde von den Besitzern in Gemeinschaft im heurigen Jahr [Anm. 1839] neu erbaut [Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 603].

Zimmermann, Johann Peter
1673 (err.) - † beerd. 11.10.1743; luth; zunächst Müllergeselle [?] auf der Eichenbacher Mühle; ab 1730 Müller und Temporalbestän­der [?] auf der Unteren Eselsmühle in Enkenbach; später Erbbeständer auf der Unteren Eselsmühle [Vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 756 Nr. 7138]. In der Mühlenbeschreibung des kur­pfälzischen Oberamts Lautern von 1739 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “... des Johann Peter Zimmermann ist Erbbestand von der Geistlichen Güteradministration. Sie hat 2 Mahlgänge und 1 Schälgang und gibt 10 Ma Korn und 5 Ma Hafer in die Schaffnerei Enken­bach” [Vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 240].°° mit Maria Magdalena NN. [Vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 756 Nr. 7138; vgl. luth. KB Münsterappel].

Zimmermann, Johann Theobald
20.4.1824 Appenthal - † 16.3.1896 Appenthal; prot.; Sägemüller, 1853, Bordschnitter 1864-1875, wohnhaft Appenthal, von 1864-1870 in Helmbach; Sohn des Sägmüllers Johann Friedrich *Zimmermann und der Maria Elisabeth Haag [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 508, Nr. 2365]. Bruder des Bordschnitters Peter *Zimmermann [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 510 Nr. 2375].°° am 12.4.1852 Elmstein mit Barbara Günther (prot.; 11.3.21834 Appenthal - † 13.9.1915 Elmstein; Tochter von Peter Günther und Eli­sabeth Schütz aus Appenthal); aus der Ehe gehen12 Kinder hervor [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 508].1864-1870 wird der Johann Theobald Zimmermann als Sägmüller auf der Oberen Helmbacher Sägemühle erwähnt, wo mehrere seiner Kin­der geboren sind [Vgl. Ullrich: Ein­wohner von Elmstein, a.a.O., S. 508].

Zimmermann, Magdalena
aus Oberstaufenbach - † Oberschernau Mühle in Ramstein; °° am 20.6.1686 in Oberstaufenbach mit dem Müller und Witwer Bene­dikt *Lavo, damals als „Bordmüller auf der Oberen Bordmühle in Ramstein“ bezeichnet, dem späteren Müller auf der Oberschernau in Ram­stein.Mutter des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Oberschernau, Johann Daniel *Lavo[Vgl. Mitteilung von Herrn Ulli Heist; vgl. Feth: Ram­stein, a.a.O., S. 190].Mutter der Anna Salome Lavo (~ 25.3.1687; Paten waren der Handelsmann und Müller auf der Salingsmühle Kaiserslautern, Peter Sal­lin/*Saling und dessen Ehefrau Salome Johannetta Römer) [Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 82 Anm. zu Nr. 4733].

Zimmermann, Nickel
1706 err. - 27.2.1743 Contwig (?) im Alter von 37 Jahren; Sohn des Theobald Zimmermann aus Zweibrücken; Bierbrauer und Becker in Contwig; Müller/Mühlenbesitzer in Contwig auf der Neuen Contwiger Mahlmühle; °° am 22.1.1732 mit Susanna Margret Weber, der Tochter des Müllers in Contwig Johann Philipp *Weber; Kinder aus der Ehe sind Maria Elisabeth Zimmermann (*16.11.1740, °° 2.3.1762 mit Henrich Müller), Johann Jacob Zimmermann (*21.12.1734) und Johann Philipp Friedrich Weber (*6.1.1738) [Vgl. Boh­rer: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 118]. 1735 nahmen Nickel Zimmermann und sein Schwager Johann Jakob Weber eine große Erneuerung der Mühle vor. Die hohen Kosten konnten sie nicht selbst tragen und verpachteten daher die Mühle an den Schweizer Conrad Pinckley, der die Schulden in 9 Jahren abtragen sollte, wäh­rend Weber und Zimmermann weiterhin die Erbpacht zahlten. 1738 war die große Schleuse im Bau, zu der Weber und Zimmer­mann au­ßer ihrer persönlichen Arbeit 614 Gulden beitrugen [Vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O., S. 49]. Gem. Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken erstellt 1744, vorgelegt am 6.1.1745[Vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7] ist der Mül­ler Jakob Weber der Erbbeständer auf der Contwiger Neuen Mahlmühle zusammen mit Nickel Zimmermann (vor 2 Jahren verstor­ben) [Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 198].

Zimmermann, Paul
† vor 1679; Müller auf der Freinsheimer Mühle; Vater von Hans Georg Zimmermann (konf. 1679 [Vgl. ref. KB Erpolzheim; vgl. Goertz: Freinsheimensium Nomina, a.a.O., Teil 4, S. 934]), Antoni Zimmermann („gewe­sener Freinsheimer Müller) [Vgl. ref. KB Erpolzheim vom 12.9.1688; vgl. Goertz: Freinsheimensium Nomina, a.a.O., Teil 4, S. 935], Ma­ria Margaretha Zimmermann („gewesener Freinshei­mer Müller) [Vgl. ref. KB Erpolzheim vom 1.5.1689; vgl. Goertz: Freinsheimensium Nomina, a.a.O., Teil 4, S. 935].

Zimmermann, Peter
26.5.1840 Helmbach - † +++; prot.; ab 1864 Bordschnitter in Appenthal [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 41]; S.d. Sägmüllers Johann Theobald *Zimmermann und Barbara Günther; Bruder des Bordschnitters Johann Theobald *Zimmermann [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 508 Nr. 2365]. °° 10.11.1864 in Elmstein mit Elisabetha Zimmermann (10.7.1841 Appenthal; T. d. Taglöhners Jakob Zimmermann und der Elisabetha Haag [Vgl. zu diesen Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 505 Nr. 2351]); aus der Ehe stammen 6 vor 1875 in Appenthal geborenen Kinder, weitere Kinder wurden nach 1875 geboren [Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 508 Nr. 2365].

Zimpelmann, George
1801 [err] - +++; um 1836 Müller in Altenstadt/Elsaß. Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Ge­orge Zimpelmann, 35 Jahre alt, aufgeführt [Vgl. Archives Départmentales Bas Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 21]. +++klären: welche Mühle ? ++++°° mit Catherine Heller (geb. 1806); Vater von Catherine Zimpelmann (geb. 1828), Julie Zimpelmann (geb. 1830) und Madelaine Zim­pelmann (geb. 1833) [Vgl. Archives Départmentales Bas Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 21].

Zimper, Volmar
um 1622 „Pulvermacher zu Mittelbach“; im reformierten Kirchenbuch Zweibrücken befindet sich am 21.8.1622 folgender Eintrag: „21. Augusti Susanna Margaretha, Volmar Zimper, Pulvermachers zu Mittelbach Töchterlein im Pfarrhaus in ihrer Flucht verstorben“ [Vgl. Fuchs: Bemerkenswerte Einträge aus dem evangelisch-reformierten Kirchenbuch der Stadt Zweibrücken zwischen den Jahren 1607 und 1662; in: PRFK 1975, S. 155].

Zinßmeister, Johann Henrich
um 1738 Lohmüller in Reichenbach[-Stegen]. Sohn des Schultheiß in Reichenbach NN. Zinßmeister. Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt [LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 38r]: „Deponiert Ambtsschultheiß zu Reichenbach Zinßmeister ad Protocollum, wasmaßen vermög beyliegender Copia der …. bereits in anno 1691 an Hanß Daniel Gödel erb- und eigenthümblich gelassen worden, nach deßen Todt dann die Erben solcher in Gemeinschaft und zwarn zum Theil noch bis die­ße Stunde in … behalten, von welchen Erben aber anno 1726 sein Zins­meisters Sohn alß ein Rothgerber die Halbscheid alß eine Loh­mühl zu brauchen pro 31 fl und 4 Maaß Wein erkauffet, und auf sein des Jungen Zinsmeisters eigner Kösten... von neuem erbaut wor­den ....“Die Mühle wurde während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Euerling (Anm. Everling) (Anm. Everling) besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Diedelkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte [Vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r]. Dort wird die Mühle wie folgt be­schrieben: „Die von des Schultheißen Sohn, Joh. Henrich *Zinsmeister inhaben­de Lohmühl, so derselbe pro 31 fl vor wenig Jahren von einem anderen abgängigen Gerber an sich erkaufft, und und nach dem diese vor 4 Jahren bey nächtl. Zeit abgebrandt, und von ihm wieder neu erbaut werden müßen, findet sich in einem solchen Zustand, daß Er selbige des Jahrs wegen mangel des Waßers nicht über 4 Monath brauchen kan, und da dieser … nichts eingebracht, so halten wir deßen Anerbieten, mit 1 fl 30 Xer das Jahr zu zahlen, ohn­maßgebl. vor billig und hoch genug.“

Zoen, Johann Georg
um 1790 Müller in Weißenburg; °° mit Martha Haßlauer, der Halbschwester des Oberotterbacher Müllers Michael *Haßlauer [Vgl. Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, a.a.O., S. 53].Es bestehen verwandtschaftliche Beziehungen zu dem Müller in Oberotterbach, Michael *Haßlauer, °° am 9.8.1784 in Oberotterbach mit Eva Magdalena Reinhardt (geb. 20.8.1761 Oberotterbach), der Tochter des Müllers in Oberotterbach, Johann Georg (2) *Rein­hardt und Eva geb. Vetter [Vgl. Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, a.a.O., S. 53]. Dieser Johann Georg (2) *Reinhard ist der Schwiegervater des Michael Haßlauer, und zudem in 3. Ehe verheiratet am 9.9.1776 in Oberotterbach mit Christina Elisabetha Haßlauer, Tochter von Jakob Haßlauer, Ziegler in Oberotterbach und Dorothea geb. Nägler [Vgl. Drieß: kath. Familienre­gister Oberotterbach 1686-1799, a.a.O., S. 112]. Diese 3. Ehefrau ist die Halbschwester seines Schwiegersohns, dem Müller in Obe­rotterbach, Michael *Haßlauer und Schwester der Martha Haßlauer und somit auch Schwager des Johann Georg Zoen [Vgl. zur Ver­wandtschaftsbeziehung: Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, a.a.O., S. 53].Georg Zoen und Martha geb. Haßlauer sind am 13.8.8.1788 in Oberotterbach als Paten bei der Taufe des Georg Jakob Haßlauer [Vgl. Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, a.a.O., S. 53].

Zöller, Clara Elisabeth
geb. Kirchheim/Weinstraße - † +++; Tochter des Landschultheißen Franz Carl Zöller und der NN. Hammel; Schwester der Regina Catha­rina *Zöller (°° 1798 mit dem Müllermeister Jakob Decker aus Asselheim); Enkelin Müllers auf der Eselsmühle und Schultheiß in Kirchheim, Johann Sebastian *Pieh und der Müllerstochter von der Papiermühle am Hohfels bei Asselheim, Maria Magdalena *Lerch; Ur­enkelin des Müllers auf der Papiermühle am Hohfels bei Asselheim, Christoph *Lerch; °° 1797 mit dem Müllermeister Jo­hann Philipp Fit­ting aus Bissersheim[Vgl. Keller: Heimatbuch Kirchheim, a.a.O., S. 310].

Zöller, Franz Carl
Landschultheiß in Kirchheim / Weinstraße; er wird noch 1788 als Landschultheiß erwähnt und unterschreibt am 22.4.1788 die letzte Re­novation in Kirchheim/Weinstraße vir Ausbruch der franz. Revolution [Vgl. Keller: Heimatbuch Kirchheim, a.a.O., S. 281]. °° mit NN. Hammel, Tochter des Müllers auf der Eselsmühle und Schultheiß in Kirchheim, Johann Sebastian *Pieh und der Müllerstochter von der Papiermühle am Hohfels bei Asselheim, Maria Mag­dalena *Lerch. Vater der Regina Katharina *Zöller (°° 1798 mit dem Müllermeister Jakob Decker aus Asselheim) und der Clara Elisabeth Zöller (°° 1797 mit dem Müllermeister Johann Philipp Fitting aus Bissersheim) sowie des Müllers auf der Koch'schen Mühle in Kirchheim, Sebastian Zöller [Vgl. Keller: Heimatbuch Kirchheim, a.a.O., S. 310].

Zöller, Friedrich
s. *Ziegler, Friedrichum 1719 Müller auf der Schloßmühle in Kaiserslautern. Am 28.9.1719 wird als Patin im reformierten Kirchenbuch Otterberg er­wähnt, die „Maria, Friedrich Zöllers, Schloßmüllers zu Lautern Hausfrau“ [Vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformier­ten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 111 Nr. 1030].

Zöller, Johann Henrich
um 1703 ist Johann Henrich *Zöller als „hiesiger Müller“ in Großfischlingen vermerkt; °° mit Anna Maria NN.; Vater der Anna Ca­tharina Zöller (~ 26.8.1703) [Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 186]; er könnte mE lediglich Mühlarbeiter oder Müllergeselle gewesen sein; die Temporal-Bestandszeit des Hanß Ste­phan Vattleb war abgelaufen; ob sie verlängert wurde, ist nicht ermittelt; Hans Nicolaus Spieß hat die Mühle wohl nicht selbst betrieben, denn er ist nur als „Besitzer der Mühle“ aufgeführt.

Zoller, Peter
um 1768 Müller und Temporalbeständer auf der Mühle bei Zeiskam; im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germers­heim vom 6.4.1768 ist die Mühle ebenfalls enthalten und wie folgt beschrieben [LA A2 Nr. 122/7, fol. ]: “Daselbsten außer dem Dorf an der Queich befindet sich eine Mühl mit 3 Wasser Räder welche 3 Mahl und 1 Scheelgang wechsel weis treiben, ist im Eigenthumb von denen Hauß Closter Haim­bach (Anm.: = Johanniter Kommende Haimbach, Hauß bei Weingarten), und wird dahin durch den dermaligen Temporal Beständer Pe­ter Zoller alljährliche 60 Malter Korn und 70 fl Pfacht pro Canone .... außer der gewöhnlichen Schatzung wird nirgends wohin einiges Waßerfall Zinß entrichtet.”

Zöller, Regina Katharina
geb. Kirchheim/Weinstraße - † +++; Tochter des Landschultheißen Franz Carl Zöller und der NN. Hammel; Schwester der Clara Elisab­eth *Zöller (°° 1797 mit dem Müllermeister Johann Philipp Fitting aus Bissersheim); Enkelin Müllers auf der Eselsmühle und Schultheiß in Kirchheim, Johann Sebastian *Pieh und der Müllerstochter von der Papiermühle am Hohfels bei Asselheim, Maria Magdalena *Lerch; Urenkelin des Müllers auf der Papiermühle am Hohfels bei Asselheim, Christoph *Lerch; °° 1798 mit dem Mül­lermeister Jakob Decker aus Asselheim [Vgl. Keller: Heimatbuch Kirchheim, a.a.O., S. 310].

Zott, Johann Adam
ab 1715 Müller auf der Kirrberger Mühle. Am 12.9.1715 wurde Johann Adam *Zott der Neubau einer Mühle in Kirrberg bewilligt. Die Mühle hatte eine gute Wasserzufuhr durch den Lambsbach und besaß 2 Mühlräder. Später war sie eine Getreide-, Öl- und Walk­mühle. 1749 wurde der Bau einer zweiten Mühle in Kirrberg abgelehnt [Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 243].

Zuerger, Jakob
um 1752 Müller auf der Dannenfelser Mühle; °° vor 25.10.1752 mit Susanna Krehbiel vom Weierhof, der Tochter des Michael (1) *Kreh­biel vom Weierhof und Anna NN. [Vgl. Krehbiel.: From Troubled Times, a.a.O., S. 49].

Zuffinger, Johann Michael
Mühlenbeständer in Weinheim 1765-1773; Beständer der Hopp'schen Mühle (um 1998 Fuchs'sche Mühle); °° I kath. Mörlenbach 9.11.1757 mit Anna Maria Erhard, beide lebten in Birkenau; °° II 21.2.1762 mit NN.; °° III kath. Weinheim 5.7.1774 mit Maria Anna Schalk, auch „Schalchin“ von Blumberg aus dem Fürstliche Fürstenbergischen [Vgl. Mitteilung von Herrn Gotthardt Franke; in: PRF­K1998, S. 16].

Zum Stein, Johannes
geb. Oberried/Schweiz, ~ 28.7.1682 in Brienz - † 13.10.1728; ref.; Nagelschmied in Bergzabern; Sohn von Peter zum Stein und Anna NN.; °° am 21.2.1702 in Steinseltz/Elsaß mit Eva Werner, Tochter von Hanß Werner aus Steinseltz. Vater von Johann Adam Zum­stein (1703-1756, Nagelschmied in Bergzabern; °° 1736 mit Maria Sara Strohschneider aus Heuchelheim bei Landau), Friedrich Ja­cob Zum­stein (geb. 1712, °° 1740 in Klingenmünster mit Maria Elisabeth Hermann) und Johann Conrad *Zumstein [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 354].

Zumstein, Caspar
1742 - 1814 [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 353]. Müller auf der Obermühle in Dürkheim; Sohn des Müllers in Dürk­heim, Johann Conrad *Zumstein und der Anna Katha­rina Elisabeth Farny; Bruder des Untermüllers in Dürkheim, Georg Franz Zum­stein und des Nagelschmieds in Dürkheim Johann Georg Zumstein [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 353].Ab 1770 Müller auf der Obersten Mühle [Vgl. Dautermann: Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., S. 478]. 1761 pachtete der bisherige Müller auf der Habermühle Dürkheim, Johann Konrad *Zum­stein, die Obermühle, die er 1770 an seinen Sohn Caspar Zumstein weitergab [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 355].Er war zweimal verheiratet, beide Ehen blieben kinderlos [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 356].Zumstein war Gründungsmitglied der 1808 gegründeten Lesegesellschaft Dürkheim [Vgl. Reichardt: Die Journale waren teuer. Vor 200 Jahren Gründung der Lesegesellschaft Dürkheim; in: Heimatjahrbuch 2008 Landkreis Bad Dürkheim, a.a.O.,S. 229].

Zumstein, Familie
auch „Zum Stein“ bzw. „Steiner“; die Familie Zumstein ist aus der Schweiz zugewandert. Das erste in der Pfalz nachgewiesenen Famili­enmitglied war der Nagelschmied Johannes Zum *Stein, der mit seiner Ehefrau Eva NN. am 13.1.1703 in Bergzabern den Sohn Johann Adam Zumstein taufen ließ [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 353].Zum ersten Mal erscheint in Bad Dürkheim urkundlich der Johann Conrad *Zumstein, Sohn des Nagelschmieds Johann Zumstein aus Bergzabern; Johann Conrad Zumstein °° am 11.8.1735 die Anna Catharina Elisabetha Zumstein, deren Familie ebenfalls aus der Schweiz stammte [Vgl. Feldmann: Mahlmühle, a.a.O., S. 76].Literatur:- Reichardt, Heinz: Die Familie Zumstein in Dürkheim; in: PRFK 2000, S. 353-363

Zumstein, Georg Franz
1751 – 1788 im Alter vom 37 Jahren; Müller auf der Untermühle in Dürkheim; Sohn des Müllers in Dürkheim, Johann Conrad *Zumstein und der Anna Katharina Elisabeth Farny; Bruder des Obermüllers in Dürkheim, Caspar Zumstein und des Nagelschmieds in Dürkheim Jo­hann Georg Zumstein[Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 353-357].Bei der Erbteilung 1776 nach dem Tod des Vaters Johann Conrad *Zumstein, wurden Georg Franz das Haus 257, die Untermühle und der Garten mit 11850 Franken angerechnet [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].°° mit Helene Susanne Elisabeth Meyer (1754-1828), Bauerstochter aus Lambsheim, Tochter von Wilhelm Franz Meyer (um 1720 - † nach 1791) und der Susanna Kunz aus Lambsheim. Nach dem Tod ihres Mannes führte die tatkräftige Witwe die Mühle mit zugehö­riger Landwirtschaft erfolgreich weiter [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].Aus der Ehe stammen die Söhne Wilhelm Franz (1779-1856, Bauer und Holzhändler; °° mit Maria Catharina Fay aus Kirchheim/­Wein­straße), Caspar (1783-1850 Ackerer und Gutsbesitzer in Dürkheim; °° 1815 mit Wilhelmine Luise Vogelmann aus Enkenbach) und Jo­hann Georg (1) *Zumstein (1781-1826; °° I 1810 mit Maria Christina Catoir [1789-1817], der Tochter des Rotgerbermeisters in Dürk­heim Johann Heinrich *Catoir und der Anna Barbara Truschel) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].

Zumstein, Johann Adam
26.10.1770 Oberhausen bei Wallhalben – † ++++; Müller auf der Katzenmühle in Oberhausen bei Wallhalben; Sohn des Müllermeisters Johann Jacob *Zumstein und der Juliana Maria Ottilia Neumüller [Vgl. Mitteilung von Robert Morgenthal bei Geneanet, Abruf vom 9.10.2014].1797 wird Johann Adam Zumstein als Müller in Oberhausen genannt. °° 10.3.1795 in Winterbach [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 147; vgl. ref. KB Winterbach] mit Maria Philippina [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 32, der allerdings den Familiennamen nicht nennt;] Weber (geb. 4.6.1779 Niederhausen [Vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 138] - † 1799 Katzenmühle Oberhausen im Alter von 20 Jahren, Tochter des Müllers zu Niederhausen Hein­rich Franz *Weber und der Susanna Rixecker) [Vgl. Mitteilung von Robert Morgenthal bei Geneanet, Abruf vom 9.10.2014; vgl. ref. KB Winterbach]; die Tochter aus der Ehe, Maria Elisabe­tha Zumstein († 1.4.1798 im Alter von 1 Jahr und 8 Tagen [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 147]), wird am 28.3.1797 in Wallhalben getauft [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 32; vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 147].°° II mit Maria Elisabetha NN. (diese ist am 29.12.1818 in Wallhalben als Patin bei der Taufe der Eva Woll) [Vgl. ev. KB Wallhalben6, Bl. 5, Taufeintrag vom 29.12.1818].Die Elisabetha Zumstein, „ehl. Tochter von Adam Zumstein, Müller und Adjunkt zu Oberhausen“ wird am 8.6.1833 als Patin in der ev. Kirche in Saalstadt genannt [Vgl. ev. KB Wallhalben8, Bl. 4, Taufeintrag vom 5.6.1833]. Der Valentin Zumstein, „Sohn von Adam Zumstein, Müller zu Oberhausen“ wird wiederholt als Pate in der ev. Kirche in Saalstadt genannt [Vgl. ev. KB Wallhalben8, Bl. 5, Taufeintrag vom 30.9.1833; ev. KB Wallhalben8, Bl. 11 Taufeintrag vom 11.9.1835].

Zumstein, Johann Conrad
1710 Bergzabern – 1776 Dürkheim; zunächst Nagelschmied in Dürkheim, dann Müller in Dürkheim; auch Kirchenältester der ref. Kirche Dürkheim. Sohn des Nagelschmieds Johannes *Zum Stein °° am 21.2.1702 in Steinseltz/Elsaß mit Eva Werner, Tochter von Hanß Wer­ner aus Steinseltz; Bruder von Johann Adam Zumstein (1703-1756, Nagelschmied in Bergzabern; °° 1736 mit Maria Sara Strohschneider aus Heuchelheim bei Landau), Friedrich Jacob Zumstein (geb. 1712, °° 1740 in Klingenmünster mit Maria Elisabeth Hermann) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 354].°° I mit Anna Katharina Elisabeth Farny (1716-1768; Tochter des Schweizer Einwanderers Nikolaus Farny aus Steffisburg bei Thurn [Farny, Nickel: geb 1667 Steffisburg/Bern – † 1745 Dürkheim ?); 1693/1735 Totengräber; °° I Christina Apollonia NN; °° II 1704 mit Anna Margaretha Zolligkofer (geb. 1680 Weinheim/Bergstraße) (vgl. Wittner: Schweizer Einwanderer in der Vorder- und Südpfalz, a.a.O., S. 318)]). Aus der Ehe stammen die Söhne Caspar *Zumstein (1742-1814; ab 1770 Müller auf der Obermühle in Dürkheim), Johann Georg Zum­stein (1737-1803, Nagelschmied in Dürkheim) und Georg Franz *Zumstein (1751-1788; Untermüller in Dürkheim) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 355].°° II 1770 mit Anna Margaretha Andresson, der Tochter des Zimmermanns Jakob Andresson aus St. Grethen [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 354].1751 pachtete der bisherige Nagelschmied in Dürkheim, Johann Conrad *Zumstein, die Habermühle auf 10 Jahre, die er bis 1761 be­trieb [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 353]. 1761 pachtete er die Obermühle „bei den Drei Mühlen“ in Dürkheim .1770 kaufte der bisherige Müller auf der Obermühle Dürkheim für sich und seinen Sohn Georg Franz *Zumstein die Untermühle für 3900 fl. von dem Müller Johann Philipp Peter. Die Untermühle war Getreidemühle, war aber Einbau einer Kollerwalze und mehrere Stampfen zur Ölmühle ergänzt worden [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 355].

Zumstein, Johann Georg (1)
1781 Dürkheim - 1826 Dürkheim; Müller auf der Untermühle Dürkheim; Sohn des Müllers auf der Untermühle in Dürkheim, Georg Franz *Zumstein und der Helene Susanne Elisabeth Meyer. Bruder von Wilhelm Franz (1779-1856, Bauer und Holzhändler; °° mit Maria Catha­rina Fay aus Kirchheim/Weinstraße) und Caspar Zumstein (1783-1850 Ackerer und Gutsbesitzer in Dürkheim; °° 1815 mit Wilhelmine Luise Vogelmann aus Enkenbach) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].Ab 1810 [err] Johann Georg *Zumstein die Untermühle in Dürkheim[Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].°° I 1810 in Dürkheim mit Maria Christina Catoir (1789-1817; gestorben an Typhus), der Tochter des Rotgerbers aus Dürkheim, Jo­hann Heinrich *Catoir und der Anna Barbara Truschel; Schwager der Clara Magdalena Catoir (°° 1805 mit Philipp Wilhelm Sauer­beck, Bürger u. Küfer in Dürkheim [Vgl. Böttcher: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49; in: PRFK 1999, S. 265]) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357]. Die beiden Kinder aus der Ehe starben früh [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357]. Nach a.A. heiratete die Tochter aus der Ehe, Christina Zumstein (geb. 1814) den Brauer in Mannheim, Carl August Diffiné (1810-1887) [Vgl. Böttcher: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49; in: PRFK 1999, S. 265].Um die Mitgift seiner ersten Frau von 15000 Gulden sicher anzulegen, bot er 1811 dem Departement Mont-Tonnère an, aus jetzigen Na­tionalgut, früherem Eigentum der Fürsten von Leiningen, im sog. Herrschaftswäldchen 19 Hektar Feld- und Wiesengelände für 10800 Francs zu kaufen. In der Untermühle errichtete er 1816 den später als Büro genutzten Bau entlang der Kaiserslauterer Straße [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 357].°° II 1819 mit seiner jüngsten Schwägerin, Christine Philippine Catoir (1795-1880; Tochter des Rotgerbers aus Dürkheim, Johann Hein­rich *Catoir und der Anna Barbara Truschel). Aus dieser Ehe stammt eine Tochter und der Sohn Johann Georg (2) *Zumstein [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 358]. Bei der Tochter handelt es sich um Christine Philippine Zumstein (geb. 1821 Bad Dürkheim; °° 1842 mit dem Müllerssohn Jo­hann Valentin *Reudelhuber aus Lambsheim) [Vgl. Böttcher: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49; in: PRFK 1999, S. 305].Die Witwe Christine Philippine Catoir führte nach dem Tod ihres Mannes die Untermühle weiter. Ausweislich des Grundsteuer-Urkatas­ters von 1834 (S. 812) ist sie als Eigentümerin der Untermühle eingetragen [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 77].

Zumstein, Johann Georg (2)
7.4.1823 Dürkheim – 23.8.1887 Dürkheim; Müller auf der Untermühle Dürkheim; Sohn des Untermüllers Johann Georg (1) *Zum­stein (1781 – 1826) und der Christine Philippine Catoir (1795-1880) [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 358; vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 77].Johann Georg (2) Zumstein übernahm 1844 als er volljährig geworden war, die Untermühle von seiner Mutter [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 358].°° 15.9.1853 mit der 20jährigen Catharina *Wernz (geb. auf der Rehhütter Mühle, Tochter des Rehhütter Müllers Philipp Jacob (1) *Wernz, später Rentner in Dürkheim und der Maria Luise Pfeiffer) [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 77]. Vater von Johann Georg (3) *Zumstein und Philipp Valentin Zum­stein (2.1.1861 - †1937; Oeconomierat in Bad Dürkheim; °° mit Anna Kienlin aus Markirch /Oberelsaß; Vater von Helmut Zum­stein und Johanna [Hansi] Zumstein verh. Baust) [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 79-80].Johann Georg (2) *Zumstein baute die Mahl- und die Ölmühle aus. Das Getreide bezog er teils aus der näheren Umgebung und aus der Alzeyer Gegend, teils aus dem Ausland. 1854 importierte er 51,3 to Rapssaat für die Ölmühle aus Holland, die per Schiff nach dem neu­gegründeten Ludwigshafen und von dort mit 24 Pferdefuhren nach Dürkheim transportiert wurden. 1856 bezog er auch 194 Sack Raps­kohl aus Landstuhl, die mit der 1849 neu eröffneten Eisenbahn bis Frankenstein und von dort mit Pferdefuhren über die steile 'Steig' und das Isenachtal nach Dürkheim gefahren wurden, wo eine Eisenbahnstation erst ab 1865 bestand [Vgl. Reichardt: Familie Zumstein; in: PRFK 2000, S. 358].Johann Georg (2) Zumstein starb im Alter von 64 Jahren am 23.8.1887. In der Sterbeurkunde wird sein Beruf mit Gutsbesitzer, Far­ben- und Ölfabrikant angegeben. Von ihm die Ölmühle auf der Untermühle eingerichtet und eine Fabrikation zur Farbenherstellung in der Weinstraße Nord gegründet. Er ist der Erbauer des schönen Gutshauses (1860) und des Weinkellers in der Hinterbergstraße, der als Fel­senkeller 100 m tief in den Kastanienberg hineingegraben wurde. Auch dies geschah um 1860, denn im „Dürkheimer Wo­chenblatt“ vom 29.4.1860 heißt es, daß „Letten vom Felsenkeller Hinterberg unentgeltlich abgefahren werden kann“ [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 77]Zumstein hat eine Fabrik zur Farbenproduktion gegründet. Hierzu verwendete er Braunkohle aus der Lagerstätte im Dürkheimer Bruch. Für Brennzwecke war diese Braunkohle nicht geeignet, wohl aber zur Herstellung der braunen Umbrafarbe. Johann Georg (2) Zumstein hatte ab 1862 verschiedene Grundstücke im Bruch sowie nach und nach auch die Bergrechte dazu erworben, 1872 ein Ge­bäude errich­tet, zu dem später Trockenschuppen hinzukamen. 1879 waren im Bruch bereits 4 Arbeiter beschäftigt. Die Farbe selbst wurde in der sog. „Schwarzfabrik“ hergestellt, von der das Wohngebäude in der Weinstraße Nord 50 noch erhalten ist. Zumstein hatte 1867 das dor­tige Wiesengelände nebst dem Wasserrad Nr. 3 und einem Haus von der Salinenverwaltung erworben und anschließend Wohnhaus und Fabrikgebäude erbaut. 1872 erhielt er die Genehmigung zum Betrieb, in dem 1879 neun Arbeiter beschäftigte. In der Blütezeit der Schwarzfabrik wurden bis zu 12000 to Farbe gewonnen, während 1905 nur noch 3 Mann beschäftigt waren, die ledig­lich 400 to Farbe erzeugten. Schon 1894 verkaufte sein Sohn Johann Georg (3) Zumstein den Betrieb, der unwirtschaftlich geworden war, nachdem die Großindustrie wirtschaftlichere Produktionsverfahren entwickelt hatte [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 78].Zumstein gehörte dem Landrat der Pfalz, dem Distriktsrat, dem Dürkheimer Stadtrat, dem Presbyterium, dem Sechserfond und weite­ren Körperschaften an. Er war Mitglied der Nationalliberalen Partei [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 79].

Zumstein, Johann Georg (3)
6.9.1854 Dürkheim - † 6.11.1923 Dürkheim; Müller auf der Untermühle Dürkheim und Weingutsbesitzer; Sohn von Johann Georg (2) *Zumstein und Catharina *Wernz; Bruder von Philipp Valentin Zumstein (2.1.1861 - † 1937; °° mit Anna Kienlin aus Markirch /Oberel­saß); °° mit Oktavia Knaps. Vater von Johann Georg Emil Zumstein (geb. 30.10.1893 Dürkheim; Weingutsbesitzer; °° mit Margarethe Henriette Friedrich aus Kerzenheim; Vater von Marianne und Hedwig Zumstein) [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 79-80].Johann Georg (2) Zumstein übernahm nach dem Tod des Vaters die Untermühle. Die Mühle ließ er um 1910 abreißen und verkaufte die Abrißfläche an die Stadt Dürkheim für 23000 Mark, die später dort ein Wohngebäude errichtete. Zumstein war in den Folgejahren nur noch Weingutsbesitzer [Vgl. Feldmann: Mahlmühle Zumstein, a.a.O., S. 79].

Zumstein, Johann Jacob
1742 Biedershausen - † 1783 Et­zenbacher Mühle [Vgl. Angabe von Helmut Scheen bei Geneanet, Abruf vom 15.6.2014.; vgl. Angabe von Michael Hübner bei gedbas, Abruf vom 16.6.2014]; Sohn des Ulrich Zumstein († vor 1768) aus Biedershausen [Vgl. ref. KB Lambsborn 2, Bl. 164 Copulationseintrag vom 19.7.1768;].°° I am 19.7.1768 in Wiesbach mit Maria Magdalena Ulrich (Tochter des Müllers in Wiesbach, Johann Nickel *Ullrich [Angabe von Michael Hübner bei gedbas; http://gedbas.genealogy.net/person/show/1131804024, Abruf vom 16.6.2014]) , der Witwe des Müllers auf der Etzenbacher Mühle Johann Peter Blinn (29.11.1737 Krähenberg - † 1767 Etzenba­cher Mühle bei Wiesbach) [Vgl. ref. KB Lambsborn 2, Bl. 164 Copulationseintrag vom 19.7.1768; zu den Lebensdaten: vgl. Angabe von Helmut Scheen bei Geneanet, Abruf vom 15.6.2014.; vgl. Angabe von Michael Hübner bei gedbas, Abruf vom 16.6.2014].°° II am 14.8.1781 in Winterbach mit Maria Eva Vollmar (Tochter des Gemeinsmanns in Winterbach, Philipp Vollmar); aus der Ehe stammt der Sohn Johann Philipp Zumstein (geb, 15.6.1785 Oberhausen) [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Winterbach 1719-1798, a.a.O., S. 147; vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 147].1784 wird der Gemeinsmann zu Biedershausen, Johann Jacob Zumstein als „gewesener Mühlenbeständer auf der Etzenbacher Mühle“ in Wiesbach genannt [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Winterbach 1719-1798, a.a.O., S. 148].

Zumstein, Johann Jakob
geb. 4.7.1744 Biedershausen [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 126] - † 1783 Et­zenbacher Mühle ; zwischen 1767 und 1788 als Müllermeister auf der Kat­zenmühle zu Oberhausen/Wallhalben genannt [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 147]; Sohn des Müllermeister auf der Katzenmühle Johann Ludwig *Steiner und der Susa­na Margaretha *Kau [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, a.a.O., S. 125-126]; °° I 3.11.1767 in Maßweiler [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Winterbach 1719-1798, a.a.O., S. 147] mit der Müllerstochter Maria Ottilia Neumüller († vor 1781; Tochter des Müllers auf der Kneispermühle Johann Jacob *Neumüller) [Vgl. Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Rieschweiler 1683-1798, a.a.O., S. 185]. Vater des Müllers in Oberhausen, Johann Adam *Zumstein (geb. 26.10.1770 Oberhausen) [Vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 147], des Johann Heinrich Zumstein (geb. 8.4.1774 Oberhausen - † 3.4.1775 Oberhausen), des Johann Jakob Zumstein (211.1776 Oberhausen - † 8.4.1777 Oberhausen)[Vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 147] und der Catharina Zumstein (°° 1.5.1792 Winterbach mit Johann Nickel Scheel [Sohn des Jacob Scheel, Gemeinsmann in Maßweiler]) [Vgl. Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, a.a.O., S. 116].

Zumstein, Johann Ludwig
s. Johann Ludwig *Steiner

Zumstein, Philipp
um 1824 Müller auf der Fuchslochmühle in Oberhochstadt. °° mit Anna Elisabeth Hönsel [Vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises , Nr. 225 vom 5.8.1824, S. 972].Am 5.8.1824 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Zwangsversteigerung der Mühle angekündigt: „... auf Anstehen von Herrn Jo­hann Nicolaus Bilabel, Oehlmüller und Handelsmann zu Edesheim …“ wird versteigert: „Die dem nachbenannten Schuldner … zugehöri­ge … sogenannte Fuchsmühle, bestehend in einer Mahlmühle, Wohngebäude, Scheuer, Stallungen, Hof, Garten und Zuge­hör, auf 2 Vier­tel 7 Ruthen Land, Section A. Nro. 257 bis 260auf den Queichwiesen des Oberhochstadter Banns gelegen … . Der Schuldner Philipp *Zummstein, Müller auf der zu veräussernden Mühle wohnend, und dessen Ehefrau Anna Elisabetha Hönsel ….“ [Intelligenzblatt des Rheinkreises, Nr. 225 vom 5.8.1824, S. 972].

Zumstein, Wilhelm Franz
aus Bad Dürkheim; °° am 23.6.1812 in Kirchheim/Weinstraße mit Catharina Fey [Vgl. ev. KB Kirchheim 1, S.37].

Zwick, Heinrich
11.10.1844 Neustadt / Weinstraße - † 4.6.1865 Winden; Mühlenbesitzer in Winden; Sohn des Baptist *Zwick aus Neustadt (Fuhr­mann und späterer Mühlenbesitzer in Winden) und der Barbara Fischer. °° 15.9.1863 mit Catharina Hey (geb. 16.3.1842 Winden, ~ 20.3.1842 ebd., Tochter des Ackersmanns Jacob III Hey und der Maria Elisabetha Petillon [Vgl. Esser: Ortsfamilienbuch Winden, a.a.O., S. 132 Nr. 514 iVm. Esser: Winden. Dorf in den Weiden, a.a.O., S. 180].Heinrich Zwick übte die Tätigkeit des Müllers in Winden offenbar nur kurze Zeit aus, denn bereits 1866 wird Ludwig *Ehli aus Of­fenbach Müller auf der Mühle am Erlenbach [Vgl. Esser: Winden. Dorf in den Weiden, a.a.O., S. 180].

Mit freundlicher Genehmigung von Eberhard Ref.

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