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Computergenealogie

Newsletter 11/2018
  1. Der Vorstand blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme am Genealogentag in Melle vom 5. - 7. Oktober 2018 zurück. Neun Mitglieder haben am Stand des Vereins einen Mitgliedsantrag ausgefüllt, einige weitere kamen später dazu. Im offiziellen Vortragsprogramm des Genealogentags hielt u. a. Timo Kracke einen Vortrag über die Angebote unseres Vereins. Dies wurde für ein „Experiment“ genutzt: Der Vortrag wurde live im Internet übertragen. Außerdem wurde er mitgeschnitten und kann auf YouTube angesehen werden. Bilder vom Genealogentag gibt es auf der CompGen-Facebook-Seite und bei Tanja Bals; Videos von Lars Thiele („Archivbegleiter“) sind auf seiner Facebook-Seite zu sehen.

    Auf der Mitgliederversammlung der DAGV wurde der Entwurf eines neuen Kooperationsvertrags zwischen der DAGV und CompGen (der bestehende Vertrag datiert aus dem Jahre 2003) von allen anwesenden DAGV-Mitgliedsvereinen (und damit auch von CompGen) genehmigt. In neuen Partnerschaften werden Datenbanken an die Metasuche angebunden und neue Quellen mit dem DES erschlossen. Regionale Vereine wurden als Paten gewonnen, um ihre Region im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV zu dokumentieren.
  2. Datenerfassungssystem DES

    Im CompGen-Blog geht Jesper der Frage nach: „Zu welcher Uhrzeit wird im DES getippt?" Zunächst zählt er die im DES momentan bearbeiteten Erfassungsprojekte auf, bei denen mehr als 100.000 Einträge eingegeben wurden:

    * Deutsche Verlustlisten 1. Weltkrieg: 8.549.815 (Jan. 2012 - Aug. 2014)
    * Verlustlisten Österreich-Ungarn 1. WK: 1.093.673 (Nov. 2016 – heute)
    * Breslau Standesamt Geburten: 456.942 (Jan. 2014 – heute)
    * Köln Sterbeurkunden: 432.320 (Dez. 2015 – heute)
    * Vermisstenliste 1. Weltkrieg 207.987 (Aug. 2014 - Apr. 2015)

    sowie neun weitere Projekte mit mehr als 100.000 Datensätzen. Bei diesen umfangreichen Projekten gibt es genug Daten, um auszuwerten, zu welcher Uhrzeit und an welchen Wochentagen am meisten gearbeitet wird. Die Erwartung bei einem Projekt mit Freiwilligen, die zu einem großen Teil berufstätig sind (die Auswertung für die deutschen Verlustlisten des 1. Weltkriegs hat ein Durchschnittsalter von 55 Jahren ergeben), sah so aus, dass nachmittags ab etwa 17 Uhr und abends besonders viel getippt wird. Genau dieses Bild zeigt sich auch bei der Auswertung der 8,5 Millionen Datensätze der deutschen Verlustlisten des 1. Weltkriegs. Alle Bilder und weitere Auswertungen finden Sie im CompGen-Blog.

    DES: Adressbücher

    Neue Wunschprojekte zur Erfassung:

    * Adressbuch Demmin 1890. Einige wenige Besonderheiten sind bei der Erfassung zu beachten.
    * Minden 1900-01. Bitte beachten Sie bei der Erfassung die folgenden Besonderheiten.

    Abgeschlossen wurde die Erfassung von

    * Görlitz 1901/02. Innerhalb von 5 Monaten erfassten 9 Freiwillige 514 Seiten mit 31.448 Einträgen. Zur Suche.

    (Joachim Buchholz und Petra Paschke)

    DES: Polizeiblätter

    Vom Polizei- und Gerichts-Anzeiger für Königsberg und die Provinz Ostpreußen steht der letzte Band (1894, nur die Monate Jan-März) zur Erfassung bereit. In den ersten sieben Bänden sind auf 2990 Seiten über 6400 Personen erfasst worden. Es gibt online nur 8 Jahrgänge in der Zeit von 1885 - 1894. Die Bände 1886 und 1887 sind nicht zu finden. Machen Sie mit bei der Erfassung! (Jörn Bartels)

    DES: Leipziger Familien

    Ein gutes halbes Jahr nach Start des DES-Projektes zur "Kartei Leipziger Familien" sei ganz herzlich allen fleißigen Erfasserinnen und Erfassern Dank gesagt! Wie die Statistik zeigt, sind über 130.000 Einträge (= Personen mit ihren Daten) erfasst – und über die Hälfte ist geschafft. Ein besonderer Dank geht – auch im Namen des Sächsischen Staatsarchivs – an Sandra Schüssel und Irina Liehr für ihre sehr gute und wichtige Arbeit als Betreuerinnen dieses Projektes.

    Für den nächsten Sächsischen Archivtag im Mai 2019 wurde der CompGen-Vorstand vom VdA-Landesverband Sachsen eingeladen, im Rahmen einer Sektion über dieses Crowdsourcing-Projekt zu berichten. Susanne Nicola hat dazu einen Vortrag zugesagt. (Thekla Kluttig)
  3. * Archiv der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Oldenburg (Kirchenbücher aus 55 Orten)
    * Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen
    * Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Evangelische Landeskirche in Württemberg) (275 Kirchenbücher aus verschiedenen Orten)
    * Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin (Kirchenbücher aus den Kirchenkreisen Guben, Frankfurt/Oder, Fürstenwalde und Sonderbestände)
    * Archiv der Lippischen Landeskirche (Kirchenbücher aus Boesingfeld, Hohenhausen, Schoetmar)
    * Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland

    Es folgen Digitalisate aus:

    * Landeshauptarchiv Koblenz
    * Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
    * Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Evangelische Landeskirche in Württemberg)

    Details finden stets aktuell hier.
  4. In der WGfF-DigiBib steht den Mitgliedern der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde (WGfF) neu unter „Rheydt" die Verkartung von Kirchenbüchern der kath. Pfarrei St. Marien zwischen 1698 und 1916 zum Download bereit. Zum Sprengel der Pfarrei gehörten im Zeitablauf die Ortschaften und Wohnplätze: Bach, Bonnenbroich, Buscher, Dorfbroich, Eickes, Geneicken, Heiden, Hermges, Heyden, Hoevel, Hoster, Kotten Hüren, Morr, Ohler, Pongs, Rheydt, Schloß Rheydt, Rheydter Mühle, Scheuburg und Schrievers. Die Pfarrei ist verhältnismäßig groß, es sind Informationen zu 173.939 Personen erfasst. Der Dank für die zur Verfügung gestellte Arbeit geht an Frau Marita Langerbeins und Herrn Horst-Dieter Jansen.Die digitale Bibliothek enthält zahlreichen Unterlagen (Verkartungen, Namensverzeichnisse, Quellen) zur Familienforschung aus dem gesamten Rheinland.
  5. Die Seite „Forces War Records“ für die Suche nach britischen Militärpersonen wurde von der britischen Webgemeinschaft „Forces Reunited“mit mehr als einer Million Mitgliedern eingerichtet, die seit 2001 Armeeveteranen vereinigt. Die Seite wurde 2008 für die Suche nach Militärpersonen eingerichtet. Hier sind inzwischen über 20 Millionen Personendaten abrufbar. Monatlich kommen 250.000 Daten hinzu. Über 70 Angestellte sorgen für die Dateneingabe. Die ausgewerteten Archivmaterialien reichen zurück von den napoleonischen Kriegen bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Suche nach Namen ist einfach, um die Dokumente einzusehen, ist jedoch eine Subskription nötig. Der Preis beträgt 8,95 Pfund (ca. 10 €) für vier Wochen.