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Fabricius, Johann Peter
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31.7.1704 Grünstadt, ~ 3.8.1704 Grünstadt - † 25.6.1771 Grünstadt; seine Paten waren Johann Peter *Schwartz und Anna Maria Brünn verw. Thoman; Sohn des Metzgermeisters, Handelsmannes und ab 1711 Oberschultheißen von Grünstadt Johann Conrad (2) *Fabricius und der Anna Margarethe Seitz; Bruder der Margarethe Elisabeth Fabricius (°° mit dem Capitän Georg Philipp Jacobi) [Vgl. Billig: Johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 451-452] und der 1725 war er noch le­diger Haussohn und Handelsmann in Grünstadt; von Juli 1728 - Juli 1734 Subconduktor des Klosters Rosenthal, des­sen Wirtschafts­betrieb der Amtskeller Johann Martin *Heitrich leitete, der 1729 sein Schwiegervater wurde [Vgl. Billig: Die Seibert und Heitrich im pfälzischen Eisenberg, a.a.O., . 30 Anm. 84; vgl. Billig: Vorfahren des Karl Wilhelm Kindt, a.a.O., S. 107]; von 1735-1741 Gast­wirt "zur güldenen Krone", 1737 Landkommissar in Grünstadt, 1740 Landamtmann und Zeuge im Haupterbvergleich zwischen den Gra­fen Carl und Ferdinand von Leiningen; spätestens ab 1744 bis nach 1760 war er Gerichtsschreiber, 1751 und 1754 wurde er auch als Actuarius benannt [Vgl. Billig: Vorfahren des Karl Wilhelm Kindt, a.a.O., S. 109]. °° in Rosenthal am 3.3.1729 mit Ottilia Franziska Hei­trich aus Rosenthal (Tochter des nassau-usingischen Amtskellers in Rosenthal, Jo­hann Martin *Heitrich); aus der Ehe sind 12 Kinder hervorgegangen; Vater von Margarethe Juliana Fabricius (getauft 20.12.1729 Rosen­thal), der Juliana Elisabetha Fabricius (geb. 13.10.1745 Grünstadt, ~ 15.10.1745 Grünstadt - † 29.10.1795 Grünstadt; °° 15..2.1770 in Grünstadt Georg Markus Kindt, Oberschultheiß von Grünstadt) [Vgl. Billig: Johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 451] und der Barbara Fabricius (verh. mit dem Gastwirt Johann Jacob Becker); Schwiegervater des Grünstadter Oberschultheiß Georg Marcus *Kindt [Vgl. Billig: Vorfahren des Karl Wilhelm Kindt, a.a.O., S. S. 38; vgl. Billig: Die Seibert und Heitrich, a.a.O., S. 30 Anm. 84]. 1745 Pate bei Johanna Sybilla Christian Kindt, der Tochter des Schultheißen Johann Philipp *'Kindt und Schwester des Georg Marcus Kindt [Vgl. Billig: Vorfahren des Karl Wilhelm Kindt, a.a.O., S. 44]. Sein Schwiegervater, der nassau-usingische Amtskeller zu Rosenthal Johann Martin *Heitrich, besaß u.a. Dorfmühle in Eisenberg (sog. Feuersteinsche Mühle) bis zu seinem Tod 1739. Nach dessen Tod versuchte sein Schwiegersohn Johann Peter *Fabricius die Mühle zu kaufen [Vgl. Billig: Johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 451; vgl. LA Speyer Best. CC38 Nr. 403a]. Fabricius' Schwiegervater, der Admodiator und Amtskeller des Klosters Rosenthal, Johann Martin *Heitrich, war u.a. Beständer der Gaulsmühle bei Asselheim . Mit Admodiationsvertrag vom 8.12.1703 war dem „Handelsmann zu Wormbs“ Johann Martin Heitrich nas­sau-usingischer Amtskel­ler des Klosters Rosenthal [Vgl. LA Speyer Best. C 38 Nr. 69 Bl. 14, 25] der Besitz des Klosters Rosenthal durch einen sog. „Admodiations-Vertrag“ [Anm.: veraltete Bezeichnung für einen Pachtvertrag; der Begriff war bis ins 19. Jh. vor allem in Frankreich gebräuchlich] übertragen. In einem Aktenvermerk zum Reichs­kammergerichtsverfahren LA Speyer Best. E6 Nr. 158 vom 27.4.1722 heißt es, „daß da­hiesigem zeitlichen Amtskeller Martin Heyd­rich zu Rosenthal, dahiesiges Closter und Kellerey mit aller Zugehör von … Neuen Jahr an, in einen Tempo­ral Bestand auf zwölff aufeinanderfolgende Jahr von Neuem Verliehen worden ...“ [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 690 [nicht foliert], Aktenvermerk vom 27.4.1722; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 597 Nr. 690]. Dieses Verfahren des Johann Martin Heitrich (auch Heidrich oder Heidenreich) als nassau-usingischer Administrator (auch Admodiator) des Klosters Ro­senthal richtete sich gegen Schultheiß und Gemeinde Asselheim sowie die Grafschaft Leiningen-Westerburg und betraf die Behinderung des klägerischen Zehnteinzugs in der Gemeinde Asselheim [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 690 [nicht foliert], Aktenvermerk vom 27.4.1722; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 597 Nr. 690]. In einem Attest der nassau-weilburgischen Regie­rung vom 20.11.1727, erteilt ebenfalls zu obigem Reichs­kammergerichtsverfahren, wird bestätigt, daß Heitrich den Anspruch auf die in der Gemarkung Asselheim ihm zustehenden Gefälle, zum Teil an seinen Schwager, den kurpfälzischen Keller zu Worms Seibert, übergeben hatte [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 690 [nicht foliert], Aktenvermerk vom 27.4.1722; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 597 Nr. 690]. Daraufhin teilte die beklagte Graf­schaft Leiningen-Westerburg dem Reichskammergericht mit, Heitrich sei we­gen Zahlungssäumnis des Bestandes zugunsten des Sei­bert entsetzt worden und besitze in der Streitsache keine Aktivlegitimation i.S. eines „ius agendi“ mehr [Vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 598 Nr. 690]. Heidrich kam in der Folge in Zahlungsschwierigkeiten. Am 9.2.1733 teilt der Notar folgendes mit: „... daß der Hochgräfl: Leiningen-Westerburgische Herr Rath Graff, auf mein Befragen: ob Ihme nicht wißend seye, daß dem Rosenthali­schem Ambtskeller H. Heidrich beneben denen Mobilien und Gerthen, wegen überhäuffter Schulden offentlich versteigert worden wären, welcher dann mit Ja geantworthet: undt sagte ferner, auß denen Mobilien wären ohngefehr 2000 fl, auß seiner Hofraith aber sambt der Mühl und Feldt-Gütern 10150 fl erlöst worden ...“ [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 690 [nicht foliert], notarieller Aktenvermerk vom 9.2.1733]. Johann Martin *Heitrich [Anm.: kurpfälz. Geistl. Administrationskeller des Schonauer Hofes zu Worms, seit 1726 auch Beständer der Kellerei des Klosters Rosenthal, ein Schwager Heitrichs und damit Onkel der der Frau des Fabricius, Ottilia Franziska Hei­trich; vgl. Billig: johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 453 Anm. 8; vgl. Billig: Die Seibert und Heitrich, a.a.O., S. 14, 37] machte in der Folge auch Forderungen gegen Johann Peter Fabrici­us geltend [Vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 78: Klage des Kellers Seibert zu Worms gegen den Pächter Fabricius zu Rosenthal wegen Schuldforderung, 1734]. Urkunden/Literatur: - LA Speyer Best. C38 Nr. 76: Beschwerde des Kellers Seibert zu Worms gegen den Pächter Fabricius zu Rosenthal wegen rückständigen Pachtgeldes, 1731-1734 - LA Speyer Best. C38 Nr. 77: Klage des Kellers Seibert zu Worms gegen den Pächter Fabricius zu Rosenthal wegen Schuldforde­rung, 1733 - LA Speyer Best. C38 Nr. 78: Klage des Kellers Seibert zu Worms gegen den Pächter Fabricius zu Rosenthal wegen Schuldforde­rung, 1734; enthält auch Antrag auf Sicherstellung des Vermögens (Arrest)

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