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Seitz, Anna Margarethe
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geb. 7.11.1676 err. Grünstadt - † 21.10.1750, beerd. 23.10.1750 Grünstadt, Tochter des Bürgers, Metzgermeisters, Viehhändlers und Ochsenwirts in Grünstadt, Hans Michael Seitz [1635/36 - † beerd. 6.1.1690] und der Anna Catharina Thoman (geb. 9 p. Trinit 1652 - † 1690, beerd. 1.12.1690; Tochter des Hans Henrich Thoman) [Vgl. Billig: Johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 452]. °° I am 28.5.1696 in Grünstadt mit dem Metzgermeister Handelsmann und ab 1711 Oberschultheißen in Grünstadt, Johann Conrad (2) *Fabricius (6.3.1673 Kirchheim/Weinstr. - † 23.8.1722 Grünstadt); aus der Ehe stammt der Sohn Johann Peter *Fabricius [Vgl. Billig: Johann Peter Fabricius; in: PRFK 2001, S. 452]. °° II mit Johann Christian Graf aus Grünstadt [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 487]. Anna Margaretha Seitz, Witwe Fabricius und nunmehrige Ehefrau des Johann Christian Graf klagte 1723-1724 vor dem Reichskammerg­ericht Wetzlar gegen Wilhelmine Friederike, Witwe des Grafen Johann Wilhelm Friedrich zu Leiningen-Westerburg und Rixin­gen aus For­derungen. Letzterer schuldete 1000 Reichsthaler bzw. 2650 Klafter Holz aus einem Vergleich zwischen den verstorbenen Ehe­männern von Klägerin und Beklagter. Der verstorbene Ehemann der Klägerin, der Grünstadter Oberschultheiß Johann Conrad (2) *Fabricius hatte gemeinsam mit dem damaligen leiningischen Rat Joachim Friedrich Pfeil dem verstorbenen Grafen Johann Friedrich ein Darlehen auf dessen Einkünfte in Monsheim gegeben. Graf Johann Friedrich von Leiningen-Westerburg verrechnete später die klägerische Forderung mit eigenen Forderungen gegen Pfeil und 1714 die Zahlungen an Fabricius einstellen. Nach einer Klage des Oberschultheißen Fabricius vor dem Reichskammergericht erklärte Graf von Leiningen-Westerburg die sog. Parition [Vgl. hierzu LA Speyer Best. E Nr. 485, 1715-1717] und sagte Zah­lung zu. Ein vom damaligen leiningischen Secretarius Christoph Friedrich Schwebel aufgesetzter vorläufiger Vergleich sagte Fabrici­us 3000 Klafter Holz vom Secken­häuser Wald als Abschlag zu. Die beklagte Witwe von Leiningen-Westerburg selbst habe die An­weisung erteilt, 350 Klafter Holz an die Klägerin zu übergeben. Der Graf von Leiningen-Westerburg selbst verglich sich kurz vor sei­nem Tod mit Fabricius auf Zahlung von 1000 Rtlr. Das Original des Vergleichs ging der Klägerin auf dem Weg um Reichskammerge­richt in Wetzlar verloren. Die beklagte Witwe von Leiningen-Westerburg bestreitet den Abschluß des Vergleichs mit Nichtwissen und leugnet die Kenntnis über die Holzlieferung von 350 Klafter. Sie trägt vor, die Klägerin habe sich an die das Territorium erbenden Agnaten zu halten bzw. sich am Konkurs der Grafschaft zu beteiligen [Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 487].

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