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Computergenealogie

Newsletter 07/2017
  1. Das Programm für den 69. Deutschen Genealogentag in Dresden (22.-25.9.2017) ist online. Die angemeldeten Tagungsteilnehmer können sich dort mit ihrem Registrierungscode ihr Wunschprogramm zusammenstellen. Über 545 Teilnehmer aus 9 Ländern sind bereits angemeldet. Mit einem kostenlosen Einsteigerprogramm im Conference-Center im World Trade Center Dresden soll die Ausstellung noch attraktiver gemacht werden. Per Facebook und E-Mail gab es schon positives Feedback, besonders von Neueinsteigern in das Thema Ahnenforschung, die vorbeikommen wollen. Für die Ausstellung haben sich über 50 Vereine und Firmen ihren Platz gesichert.
  2. DES-Laboratoriumsvorstände

    Die von 1898 bis 1918 erschienenen Berichte des Verbandes der Laboratoriumsvorstände stellen eine interessante Quelle aus dem Bereich Wissenschafts- und Universitätsgeschichte dar. Diese Quelle wird nun erstmals zur Datenerfassung vorgestellt. Die Berichte ermöglichen eine regionale sowie zeitliche und geschlechterspezifische Auswertung hinsichtlich der Studienabschlüsse in Chemie im deutschen Kaiserreich. Im ersten Schritt wurde alle Examen an der Kieler Universität eingegeben. In diesem Zusammenhang kann ein möglicher Fokus auf die konkrete Auswertung der Absolventinnen an den jeweiligen deutschen Hochschulstandorten gelegt werden. Weiterhin sind in den Berichten nicht nur die Verbandsexamina verzeichnet, sondern zusätzlich auf die abgeschlossenen Promotionen der jeweiligen Hochschulen im Fach Chemie. Diese Verzeichnisse sollen in einem zweiten Schritt auch erfasst werden, sodass unter Umständen Rückschlüsse auf die jeweiligen Hochschullaufbahnen der Absolventen im Fach Chemie gezogen werden können. Wichtige Fragen für eine wissenschaftliche Auswertung könnten wie folgt lauten: Wie hoch ist der Anteil derjenigen mit Verbandsexamen, die auch promoviert wurden? Welche zeitlichen Abstände zwischen Verbandsexamen und Promotion lagen in der Regel vor? Wie hochschulstandorttreu blieben diejenigen mit Verbandsexamen, die auch promoviert wurden? (Jesper Zedlitz)

    DES-JuWeL

    Im Online-Projekt Juden in Westfalen und Lippe (JuWeL) zur Familiengeschichte der Juden in Westfalen und Lippe haben die freiwilligen Teilnehmer bereits nach drei Monaten die Erfassung der Geburten, Heiraten und Todesfälle der Register von 1815-1874 aus dem Regierungsbezirk Münster abgeschlossen und insgesamt 18.809 Personendatensätze angelegt, die online recherchierbar sind. Freigeschaltet sind nun auch die Register aus dem Regierungsbezirk Arnsberg, die nächste Etappe ist somit gestartet. Das Landesarchiv NRW, der Verein für Computergenealogie (CompGen) und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) haben eine Plattform geschaffen, auf der familien- und ortsgeschichtlich Interessierte die jüdischen Personenstandsregister des 19. Jahrhunderts vom heimischen Schreibtisch aus erschließen können. Jeder Interessierte kann sich auf der Projektseite anmelden und beteiligen, wobei er entweder einen bestimmten Ort ansteuern oder sich vom System einfach die nächste noch unbearbeitete Seite vorlegen lassen kann. Einzige Voraussetzung ist eine gewisse Erfahrung mit dem Lesen alter Handschriften, die für Familien- und Heimatforscher aber ohnehin unabdingbar ist. (www.lav.nrw.de)

    DES-Polizeianzeiger

    Der erste Jahrgang des Allgemeinen Polizei-Anzeigers ist erfasst. Auf guten 500 Seiten waren es mehr als 2000 Einträge von gesuchten oder unbekannten Personen. Zur Zeit werden Einträge aus 1842 erfasst. Der Allgemeine Polizei Anzeiger erschien im Raum Thüringen, Sachsen und Franken. Er enthält aber auch sehr viele überregionale Einträge. Es sind Scans für die Jahrgänge 1841 bis 1867 vorhanden. Pro Jahr gibt es ca. 600 Seiten mit ca. 2000 Einträgen. (Jörn Bartels)
    DES-Adressbücher

    Neue Wunsch-Adressbücher wurden zur Online-Erfassung ins DES gestellt:

    * Vaihingen auf den Fildern 1938

    Die Erfassung folgender Adressbücher wurde mit Hilfe des DES beendet:

    * Kreis_Grevenbroich 1912 - 7 Freiwillige erfassten in 7 Wochen 165 Seiten mit 10.504 Einträgen.
    * Ratibor 1926 - das 2010 teilweise offline erfasste Adressbuch wurde im DES fertiggestellt. 7 Freiwillige erfassten in 7 Wochen die restlichen 78 Seiten mit 8.967 Einträgen.
    * Landkreis Grafschaft Bentheim 1951 - 9 Freiwillige erfassten in 3 1/2 Monaten 362 Seiten mit 37.374 Einträgen.

    Der Verein für Computergenealogie hat in einer Kooperation mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg 46 Adressbücher digitalisiert, davon 22 Adressbücher für Marburg. Das älteste ist dabei das aus dem Departement der Werra von 1809. Alle 121 mit dem DES fertig erfassten Adressbücher findet man in der Kategorie:Adressbuch in der Online-Erfassung/fertig. Alle Adressbücher, die aktuell im DES bearbeitet werden, werden hier aufgelistet. Die dazugehörigen Beschreibungsseiten findet man in der Kategorie:Adressbuch in der Online-Erfassung. Alle 1095 Adressbücher in der DigiBib findet man hier: Kategorie:Adressbuch in der DigiBib. Neben zahlreichen Scans von Privatpersonen erhielten wir die meisten neuen Adressbücher aus der Kooperation mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg und durch die freundliche Unterstützung der Stadtbibliothek Wuppertal.

    Im GenWiki sind insgesamt 6843 Online-Bücher nachgewiesen. Kategorie:Online-Adressbuch.

    10 Jahre Grabstein-Projekt

    Das Grabstein-Projekt feiert sein 10jähriges Jubiläum! Mittlerweile sind rund 4.000 Friedhöfe dokumentiert - insgesamt 1, 5 Mill. Grabsteinfotos und die Daten von 2,4 Mill. Verstorbenen sind öffentlich und kostenlos einsehbar. Eine Mitarbeit (Fotografieren von Grabsteinen) ist unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft und jederzeit möglich - Interessierte melden sich bitte bei der Projektorganisation. Das Grabstein-Projekt wird täglich von einem ehrenamtlichen Team betreut. (Holger Holthausen)

    GOV-Workshop

    In zwei GOV-Workshops werden Anfänger und zukünftige Bearbeiter in das Geschichtliche Ortsverzeichnis (GOV) eingeführt. Zu den Terminen siehe hier. Das GOV ist wie alle CompGen Projekte als Mitmachprojekt ausgelegt. Ein Bearbeiter muss neben dem Fachwissen oder entsprechender Literatur über die Ortsstrukturen ebenfalls Grundwissen über die Bearbeitung in der GOV Datenbank verfügen. Im Rahmen eines Workshops wollen wir die verfügbare Literatur über Ortsstrukturen und Methoden zur Bearbeitung der GOV Datenbank zeigen. Die Teilnehmer des Workshops lernen neue und fehlende Eingaben ihres Forschungsgebietes anzulegen und fehlerhafte Eingaben zu korrigieren. Der Workshop wird als Grundlage die lokalen Orte verwenden, wobei die Systematik auf andere Regionen in Deutschland angewendet werden kann. So finden Familienforscher Angaben wie geographische Lage des Ortes, verschiedene Schlüsselzahlen, andere oder frühere Namen und historische Zugehörigkeit. Im GOV sind Kirchen, Kirchenkreise, Orte, Landkreise, Regionen u. ä. enthalten.

    GenWiki-Portal Bavaria

    Neuigkeiten im GenWiki-Portal Bavaria wurden veröffentlicht. Dieses Mal sind es 2 Artikel zu kleineren Herrschaften (Amerdingen und Burtenbach) und Artikel zu neuer Literatur, OFB und Ortschroniken. Die Gebietsreform für Unterfranken wurde in die Artikel der Landkreise und Gemeinden eingearbeitet. Die Gebietsreform 1972/78 für Bayern ist komplett in allen 3 Verwaltungsebenen (Regierungsbezirke, Landkreise/kreisfreie Städte, Gemeinden) innerhalb der Überschrift 'Politische Einteilung' eingearbeitet.

  3. Dank einer neuen Kooperation zwischen der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und Archion werden sächsischen Kirchenbücher ab Ende 2018 online zugänglich gemacht. Die Aufbereitung, Katalogisierung, Verfilmung und schließlich Digitalisierung der bis 1875 entstandenen Kirchenbücher ist bereits zu einem Viertel schon erfolgt. Eine Liste aller Orte finden Sie hier. Das Gebiet der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens umfasst im Wesentlichen das des ehemaligen Landes Sachsens in den Grenzen von 1922. Zur Landeskirche gehören z.Zt. 719 Kirchengemeinden und Kirchspiele, die jeweils einem der 18 Kirchenbezirke zugeordnet sind.
  4. Wie bereits schon im März-Newsletter mitgeteilt, hat das Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, neben den Judenregistern auch Sterberegister online zugänglich gemacht. Nach Ahaus, Beckum-Land, Bocholt und Gladbeck sind neu hinzugekommen: Münster Stadt (1874-1938) und Landkreis Münster (1874-1938) sowie Recklinghausen (1874-1938). Alle Sterberegister sind kostenlos einzusehen.
  5. Die preußische Lehrerkartei „Personaldaten von Lehrern und Lehrerinnen Preußens“ wurde schon vor einiger Zeit digitalisiert und von der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung in Berlin online gestellt. Sie kann kostenlos nach verschiendenen Stichworten durchsucht werden. Eine wahre Fundgrube für den Familienforscher, der Lehrer in der Familie hatte oder auch für den Ortsforscher, um Chroniken zu vervollständigen. Die Datenbank ist umgezogen, die Suche ist komfortabler geworden. Für Familienforscher gibt es Hinweise. Die Suche über Ortsnamen führt auch zu den Datensätze und Bilder der Karteikarten.