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Hauser, Johann Jakob
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um 1660 Erbauer der Moormühle in Steinwenden. Im 30jährigen Krieg wurde das Gericht Steinwenden, zu dem u.a. die Dörfer Weltersbach und Steinwenden gehörten, völlig entvölkert. Erstmals im sog. Schatzungsbelegzettel von 1671 sind wieder Einwohner aufgeführt, darunter Joh. Jakob *Hauser der Müller zu Steinwenden [Vgl. Abschrift des nicht erhaltenen Originals, gefertigt um 1800; abgedruckt in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 19]. Um 1660 hatten Johann Jakob Hauser und Conrad Schlosser die Moormühle wieder aufgebaut. In den 1680er Jahren gehörte sie Johann Schenkel. Er verkaufte sie schuldenhal­ber 1687 an Hans Peter Frölich, der sie zehn Jahre später an Johann Balthasar Chollage veräußerte. Zu Beginn des 18. Jh. werden Ge­org Fried­rich Welcker aus Zweibrücken und nach ihm Johannes Müller als „Mohrenmüller zu Steynweiler“ erwähnt. Einige Jahre später ge­hörte die Mühle Jacob Schmitt, der sie 1719 versteigern ließ. Seitdem befindet sich die Moormühle im Familienbesitz, wenn sich auch die Besitzernamen durch Vererbung auf die Töchter mehrmals geändert hat [Vgl. Paul: Die Moormühle; in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsge­schichte, a.a.O., S. 69]. Die Mühle wurde 1719 von Johann Adam Everling er­steigert, dem angesehenen und wohlhabenden Schult­heiß des Gerichts Ramstein. Weder Johann Adam Everling noch sein Sohn und Nachfolger, der Schultheiß Johann Daniel Everling (1710-1779) betrieben die Mühle selbst, sondern ließen sie von Pächtern bewirt­schaften [Vgl. Paul: Die Moormühle; in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsge­schichte, a.a.O., S. 70].

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